Mit einem Fünfpunktepaket unter dem Titel "Kinder gesund bewegen" wollen Sportminister Norbert Darabos und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (beide SPÖ) mehr Sport und Bewegung in die Schule bringen. Statt des direkten Wegs über mehr Sportstunden in den Lehrplänen hat man einen indirekten Ansatz gewählt:
Über die Bundessportorganisation (BSO) soll der Vereinssport in die Schule eingebunden werden, außerdem gibt es eine Qualitätsoffensive im Bewegungsunterricht an den Volksschulen und zwei Mio. Euro für Kooperationen mit dem Vereinssport. Weitere Punkte: ein Neustart für die Schulsport-Bundesmeisterschaften und die Einbindung des Sports in die ganztägige Betreuung.
Vereine in Schulen bringen
Mit der Initiative will Darabos den Vereinssport in Volksschulen und Kindergärten bringen. Den Sportdachverbänden würden dabei finanzielle Ressourcen für Bewegungsangebote zur Verfügung gestellt, so der Minister bei einer Pressekonferenz heute in Wien.
Volksschulen können dabei jährlich zehn Bewegungseinheiten pro Klasse abrufen. Bundesweit gibt es dafür zwei Mio. Euro aus Mitteln der Besonderen Sportförderung. Von insgesamt 8.000 Kindergärten und Schulen haben sich bisher rund 2.000 angemeldet.
"Sportkompetenz" bei Lehrern steigern
Durch eine Rahmenvereinbarung zwischen Sportministerium und BSO sollen sich die Schulen dem Vereinssport öffnen können. Spitzensportler können so als "lebende Vorbilder" an die Schulen kommen, so Schmied, die die "Eine-Stunde-auf-oder-ab-Debatte" überwinden will.
Außerdem will Schmied den Bewegungsunterricht an den Volksschulen verbessern, indem mit Projekten wie einem "Bewegungstagebuch" die Sportkompetenzen der Pädagogen gesteigert und Anreize für mehr Bewegung geschaffen werden.