Die philippinische Regierung hat nach dem blutigen Massaker in der Provinz Maguindanao im Süden der Landes den Ausnahmezustand verhängt. Die Sicherheitskräfte wollen damit verhindern, dass die Familienfehde zu Racheaktionen führt. Die Sicherheitskräfte hatten schon Hunderte zusätzliche Soldaten in die Region verlegt.
Die Maßnahme gelte für Maguindanao und zwei Grenzgebiete, teilte der Sprecher von Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo heute in Manila mit. Bewaffnete hatten dort am Vortag einen Autokonvoi überfallen, rund 40 Zivilisten entführt und mindestens 39 von ihnen ermordet, darunter mehrere Angehörige des Mangudadatu-Clans.
Vizepolizeichef involviert?
Verdächtigt wird nach Angaben eines Militärsprechers der rivalisierende Ampatuan-Clan. Angehörige beider Familien kämpfen um das Gouverneursamt der Provinz.
Unterdessen wurde der stellvertretende Polizeichef der Provinz, Zukarno Dicay, entlassen. Gegen Dicay wurden zudem Ermittlungen eingeleitet, nachdem ihn Augenzeugen am Tatort erkannt haben wollten, sagte ein Polizeisprecher dem Fernsehsender ABS-CBN.