Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und die Regierung haben sich heute Mittag zur vierten Runde der Beamtengehaltsverhandlungen getroffen. Im Vorfeld gab es Differenzen über die Abgeltung der Inflation von 0,9 Prozent.
GÖD-Vorsitzender Fritz Neugebauer (ÖVP) will vor einer konkreten Forderung die Inflationsabgeltung außer Streit stellen. Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) kann sich jedoch "nicht vorstellen", die Gespräche mit einer Zahl in dieser Höhe zu beginnen.
"Von Abbruch bis Abschluss" alles möglich
Allein die Abgeltung der Inflation würde die Regierung rund 100 Mio. Euro kosten, so Heinisch-Hosek. Angesichts der wirtschaftlich angespannten Lage könne sie sich nicht vorstellen, "mit 100 Mio. Euro zu beginnen zu verhandeln".
Sie hoffe darauf, dass die Gewerkschaft in der heutigen vierten Runde neu startet. Wenn sich beide Seiten bewegen, könne sie sich durchaus ein Ergebnis vorstellen. Aber, so die Beamtenministerin, "vom Abbruch bis zum Abschluss kann alles sein".
Neugebauer: "Geplänkel"
Neugebauer sprach in Bezug auf Heinisch-Hosek von "Geplänkel im Vorfeld". Man werde überhaupt nichts zurückschrauben, sondern weiterhin versuchen, die Inflationsabgeltung außer Streit zu stellen.
Sollte die Erhöhung der Beamtengehälter letztlich lediglich 0,9 Prozent betragen, wäre der GÖD-Chef allerdings nicht zufrieden. Auf die Frage, ob es in der vierten Verhandlungsrunde schon ein Ergebnis geben werde, erklärte Neugebauer: "Der heutige Tag ist noch jung."