In den Verhandlungen über einen möglichen Atomdeal mit dem Iran hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) einen Änderungsvorschlag des Iran abgelehnt. Das ursprüngliche Angebot des Westens sieht vor, dass der Iran niedrig angereichertes Uran zur weiteren Anreicherung ins Ausland gibt, statt das selbst zu übernehmen.
Der Iran will jedoch den Brennstoff erst geliefert bekommen und dann sein Uran exportieren. Das sei keine Option, sagte IAEA-Chef Mohamed ElBaradei gestern vor Journalisten in Wien. "Wir wollen eine Einigung, die auf Vertrauen basiert und nicht auf Misstrauen", so ElBaradei.
Er drängte den Iran erneut, in seinem eigenen Interesse auf das Kooperationsangebot der internationalen Gemeinschaft einzugehen.
Westerwelle schließt Sanktionen nicht aus
Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle schloss bei seinem Besuch in Wien Sanktionen gegen den Iran nicht aus. Seine Geduld sei "nicht unendlich", erklärte Westerwelle bei einer IAEA-Pressekonferenz. Spekulationen über eine Dauer der Verhandlungen mit dem Iran wollte Westerwelle nicht anstellen.