Tausende Anleger in Zertifikate der Pleitebank Lehman Brothers bekommen nun doch noch einen Teil ihres investierten Geldes zurück. Die Frankfurter Sparkasse bot ihren 5.000 betroffenen Kunden an, Lehman-Papiere zu 50 Prozent des Nominalwertes zurückzunehmen, wie die Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen gestern mitteilte. Mit einem Volumen von rund 44 Millionen Euro handelt es sich um die größte Rücknahmeaktion von Lehman-Papieren einer Sparkasse in Deutschland.
Zuvor hatte bereits die Sparkasse in Hannover ihren rund 1.000 betroffenen Kunden je nach Kaufdatum 50 oder 75 Prozent Entschädigung angeboten. Bis Ende vergangener Woche hatten 95 Prozent der Kunden das Angebot angenommen, die Sparkasse beziffert das Volumen auf rund 16 Millionen Euro, wie eine Sprecherin erläuterte. Die Hamburger Sparkasse hatte schon im Februar rund 1.000 Käufer von Zertifikaten mit zehn bis 100 Prozent entschädigt.