Die Kollektivvertragsverhandlungen für rund 520.000 Beschäftigte im heimischen Handel gehen heute in die fünfte Runde. Erstmals wollen die Händler besser als die Metaller abschließen, die sich in besonders schwierigen Verhandlungen auf eine Erhöhung der Ist-Löhne um 1,45 und der Mindestlöhne um 1,50 Prozent geeinigt hatten.
Überschattet wird die Handels-KV-Runde von Protestaktionen auf der Wiener Mariahilfer Straße. "Wir steuern auf einen ernstzunehmenden Konflikt im Handel zu", sagte Arbeitnehmer-Verhandler Manfred Wolf im Vorfeld des Gesprächs. Die Arbeitgeber würden trotz guter wirtschaftlicher Entwicklung bei den Handelsunternehmen versuchen, "billig davonzukommen".
Sollte es zu keinem Gehaltsabschluss kommen, ist laut Gewerkschaft der weitere Verlauf der KV-Gespräche völlig offen. Klar sei, dass man in diesem Fall nicht zur Tagesordnung übergehen könne und das Weihnachtsgeschäft nicht ungestört verlaufen werde.