Die ÖVP möchte erst nach dem Jahreswechsel über einen möglichen Kandidaten für die Bundespräsidentschaftswahl entscheiden. Derzeit würden andere Frage im Vordergrund stehen, so der Tenor gestern vor der Auftaktveranstaltung zum ÖVP-Grundsatzprogramm. Einzig der Salzburger ÖVP-Obmann Wilfried Haslauer sprach sich klar für eine Kandidatur aus.
"Ich bin der Meinung, dass wir einen Kandidaten aufstellen sollten", so Haslauer gegenüber der APA. Das Risiko, mit diesem zu verlieren, bestehe immer, aber "wenn wir keinen eigenen Kandidaten aufstellen, werden die Kandidaten anderer Gruppierungen den Anspruch erheben, die bürgerliche Alternative zu sein", meinte er in Richtung FPÖ.
Außenminister Michael Spindelegger und Staatssekretär Reinhold Lopatka verwiesen auf einen späteren Zeitpunkt der Entscheidung. "Wir haben gesagt, dass wir das gut überlegen, und in diesem Stadium sind wir derzeit", so Spindelegger. Über mögliche Namen wollte er nicht spekulieren, bevor nicht eine Entscheidung für eine Kandidatur gefallen ist.