Bei einem Zugunglück in Russland sind gestern Abend mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 130 Menschen wurden verletzt, als vier Waggons des Newski Express auf der Strecke zwischen Moskau und St. Petersburg in der Region Nowgorod entgleisten. Ein Anschlag werde nicht ausgeschlossen, sagte einer der Ermittler der russischen Nachrichtenagentur Interfax.
Nach Angaben des Fernsehsenders Westi hörten mehrere Fahrgäste kurz vor dem Entgleisen der Wagen einen Knall. Ermittler hätten am Unfallort nahe der Stadt Bologoje in der Erde ein trichterförmiges Loch mit einem Durchmesser von rund einem Meter "wie von einer Explosion" entdeckt, hieß es.
Im August 2007 hatte es auf der gleichen Strecke schon einmal einen Anschlag mit damals 60 Verletzten gegeben. Die Verbindung zwischen den beiden größten Städten des Landes ist vielbefahren, die Hochgeschwindigkeitszüge sind oft voll besetzt.