Nach der Verurteilung durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) verschärft der Iran die Gangart im Atomstreit. Wie der staatliche iranische Fernsehsender heute berichtete, will Teheran zehn weitere Anlagen zur Urananreicherung bauen.
Die Atomenergiebehörde des Landes sei angewiesen worden, an fünf Standorten mit dem Bau neuer Anlagen zu beginnen. Fünf weitere Standorte sollen demnach in den nächsten beiden Monaten ausgewiesen werden.
Zweite Großanlage eingestanden
Jeder der neuen Anlagen soll so groß sein wie die Anreicherungsanlage in Natans. Erst vor wenigen Wochen hatte die iranische Regierung zugegeben, neben Natans eine zweite Anreicherungsanlage bei Ghom zu betreiben. Der Westen wirft dem Land vor, unter dem Deckmantel der friedlichen Nutzung der Nuklearenergie nach dem Bau von Atomwaffen zu streben.
Bis zu 300 Tonnen Brennstoff im Jahr
Mit den neuen Anreicherungsanlagen will der Iran 250 bis 300 Tonnen nuklearen Brennstoff im Jahr produzieren, zitierten staatliche Medien den iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Er kündigte ferner an, sein Kabinett werde am Mittwoch über einen Plan beraten, Uran mit einem Anreicherungsgrad von 20 Prozent herzustellen.