Die beiden US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac können in den kommenden drei Jahren uneingeschränkt Kredite beim Staat aufnehmen. Die bisher gültigen Grenzen von jeweils 200 Mrd. Dollar seien aufgehoben worden, teilte das US-Finanzministerium in der Nacht mit. Zudem erhielten Fannie und Freddie mehr Zeit, um ihre hypothekenbezogenen Wertpapierbestände zu minimieren. Bisher nahmen die Unternehmen gemeinsam 111 Mrd. Dollar an staatlichen Kapitalspritzen in Anspruch.
Man habe den Finanzmärkten zeigen wollen, dass man eng hinter den staatlich kontrollierten Instituten stehe, begründete das Finanzministerium die Maßnahmen. Nach dem 31. Dezember hätte die US-Regierung für jede weitere Kapitalaufstockung die Zustimmung des Kongresses einholen müssen.
2008 unter staatliche Kontrolle gestellt
Die beiden Konzerne waren im September 2008 unter staatliche Kontrolle gestellt worden und seitdem mit umfangreichen Geldspritzen am Leben erhalten worden. Die US-Regierung will so den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen auf den weltweiten Finanzmärkten verhindern.
Die Geldhäuser hatten gestern mitgeteilt, dass die beiden Chefs von Fannie und Freddie dieses Jahr bis zu sechs Millionen Dollar verdienen könnten.