Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) attackiert in der Causa des Rüstungslobbyisten Alfons Mensdorff-Pouilly seinen Koalitionspartner. "Die ÖVP erweckt derzeit den Eindruck, dass sie Mensdorff-Pouilly schützen will. Ich fühle mich da als Staatsbürger betroffen", sagte er gegenüber der Tageszeitung "Österreich" (Mittwoch-Ausgabe).
Zuvor hatte Justizministerin Claudia Bandion-Ortner SPÖ-Forderungen nach einer lückenlosen Aufklärung der Causa als unnötige politische Zurufe kritisiert. Zur Frage möglicher Schmiergeldzahlungen vor der Eurofighter-Auftragsvergabe meinte Darabos, auch "eine Nichtigkeit des Vertrags könnte - mit sehr vielen Konjunktiven behaftet - auf mich zukommen."
Dass es laut der britischen Anti-Korruptionsbehörde Serious Fraud Office (SFO) vor dem Eurofighter-Kauf "aggressive Zahlungen an Offizielle" gegeben haben soll, liege in der Verantwortung der blau-schwarzen Regierung: "Jetzt ist die Justiz am Zug. Danach bewerten wir alles andere."