Inland

Die Sondierungen nach der Nationalratswahl gehen in die nächste Phase. Ab heute wird in Teams gesprochen. Erster Gast der bei der Wahl siegreichen Volkspartei ist die SPÖ. Morgen folgen dann Grüne und NEOS.

Beide Parteien haben sechsköpfige Verhandlungsteams nominiert, an deren Spitze die Parteichefs Sebastian Kurz (ÖVP) und Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) stehen. Letztere hat betont, schon über Inhalte sprechen und nicht Befindlichkeiten austauschen zu wollen. Freilich dürfte es nach den Dauerangriffen der SPÖ-Chefin auf Kurz im Wahlkampf seitens der Volkspartei durchaus auch noch Bedarf geben, eine gewisse Rückschau zu halten.

Favoriten als Koalitionspartner sind die Sozialdemokraten aber nicht. Da werden eher die Grünen hoch gehandelt. Nicht dabei sind vorerst die Freiheitlichen, was die ÖVP damit argumentiert, dass sich diese für den Gang in die Opposition entschieden hätten. Das wurde von FPÖ-Obmann Norbert Hofer zuletzt freilich relativiert, womit seine Partei zumindest im Hintergrund auch weiter ein Faktor bleibt.

Die Neugründung der im Juni 2018 eingestellten rechtsextremen Zeitschrift „Aula“ sorgt für Kritik. Laut SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak tritt die „Neue Aula“ in ähnlicher Besetzung auf wie das im Vorjahr eingestellte Magazin. „Die Blattausrichtung hin zum radikal rechtsextremen Spektrum ist sehr ähnlich“, so Pollak gegenüber dem Ö1-Morgenjournal.

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Als Herausgeber fungiere der frühere „Aula“-Schriftleiter, der Grazer FPÖ-Politiker Martin Pfeiffer. Medieninhaber ist laut Pollak der oberösterreichische FPÖ-Politiker Albert Engelmann. Zu den Autoren der „Neuen Aula“ zähle unter anderen Fred Duswald, der etwa KZ-Überlebende als „Massenmörder“ und „Landplage“ bezeichnet habe.

„Große Spendenbereitschaft im Dritten Lager“

Engelmann, der auf der Homepage der Zeitschrift als Eigentümer ausgewiesen ist, erklärt dort, dass die „Neue Aula“ keine Staats- und Parteisubventionen erhalte und sich „ausschließlich“ durch ihre Leser finanziere.

Das erste Heft habe dank „großer Spendenbereitschaft im Dritten Lager“ bereits Anfang Oktober erscheinen können. „Initialzündung“ für die Gründung sei der „Ibiza-Skandal“ gewesen, der zum Zerbrechen der „rechtsbürgerlichen Regierung“ geführt habe, so Engelmann.

Pollak bemängelte, dass sich die „Neue Aula“ in altem Gewand präsentiere. Etwa würden die rechtsextremen Identitären verteidigt, der Überfall Deutschlands auf Polen im Jahr 1939 als Auslöser des Zweiten Weltkriegs in Zweifel gezogen, der rassistisch konnotierte „Mischkulturen“-Sager eines FPÖ-Politikers als „populär“ dargestellt sowie das heutige „Merkel-Deutschland“ in seiner „Unmenschlichkeit“ auf eine Stufe mit dem NS-Regime gesetzt.

Pollak verlangt nun Konsequenzen: FPÖ-Chef Norbert Hofer müsse zu seiner Ankündigung stehen, wonach allen FPÖ-Mitgliedern, die in der „Aula“ schreiben, der Ausschluss drohe. Hofers Sprecher war vorerst nicht erreichbar, gegenüber Ö1 hieß es aber, dass man die Zeitung nicht kenne und nichts damit zu tun habe. Engelmann wiederum sagte dem Morgenjournal, dass er sofort austreten würde, sollte die FPÖ das verlangen, um der Partei nicht zu schaden.

Die seit drei Jahren verwaiste, noch unter der SPÖ-ÖVP-Bundesregierung beschlossene Alterssicherungskommission kann endlich starten und bekommt erstmals einen Chef. Wie Sozialministerin Brigitte Zarfl gestern in der ZIB2 sagte, wird Walter Pöltner, kurzzeitig Sozialminister nach dem Ende der ÖVP-FPÖ-Bundesregierung im Frühjahr 2019, diese Position übernehmen.

Am 7. November soll die neue Pensionskommission dann erstmals tagen; fünf Jahre nachdem der Streit um einen Pensionsautomatismus zwischen den damaligen Koalitionspartnern SPÖ und ÖVP hochgekocht war und fast drei Jahre nach dem ursprünglich angepeilten Startdatum am 1. Jänner 2017. Keine der Regierungen seither konnte sich auf einen Chef für die Kommission einigen, es kam daher nie zur Konstituierung.

Expertenregierung besetzt Expertenrunde

Was unter vielen Regierungen nicht gelungen ist, könnte jetzt die Expertenregierung geschafft haben. Man hat sich auf die Besetzung einer Expertenrunde zum Thema Pensionen geeinigt.

Nun hat das die Beamtenregierung in die Hand genommen. Wie Zarfl erklärte, wurde die Entscheidung für den früheren roten Sektionschef Pöltner von ihr selbst gemeinsam mit Bundeskanzlerin Brigitte Bierlein und Finanzminister Eduard Müller getroffen. Vorangegangen war ein Nationalratsbeschluss Anfang Juli, der der Regierung mehr Mitsprache in der Kommission einräumt. Aufgabe der Kommission ist unter anderem, Gutachten über die mittel- bzw. langfristige Entwicklung des Pensionssystems zu erstellen.

Ausland

Nach neuen Ausschreitungen von Separatisten in Katalonien hat der Chef der Regionalregierung erstmals die jüngsten Gewaltausbrüche öffentlich kritisiert. „Das muss sofort aufhören. Es gibt weder einen Grund noch eine Rechtfertigung dafür, Autos in Brand zu stecken noch für andere vandalische Aktionen“, sagte Regionalpräsident Quim Torra in der Nacht auf heute in einer vom Fernsehen übertragenen Erklärung.

Kataloniens Regierungschef Quim Torra
Reuters/Albert Gea

Die Unabhängigkeitsbewegung habe Gewalt stets verurteilt und tue das auch jetzt. „Die Zwischenfälle, die wir auf unseren Straßen erleben, kann man nicht zulassen.“

In Kataloniens Hauptstadt Barcelona und anderswo in der nordostspanischen Region war es gestern in der dritten Nacht in Folge zu schweren Ausschreitungen katalanischer Unabhängigkeitsbefürworter gekommen.

Krawalle in Barcelona

Erneut kam es in Barcelona zu schweren Ausschreitungen von Anhängern der Unabhängigkeitsbewegung. (Quelle: APTN)

Dutzende Verletzte

Die Proteste waren ausgebrochen, nachdem Spaniens oberstes Gericht am Montag in Madrid neun Separatistenführer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt hatte. Mindestens 20 Demonstranten seien gestern festgenommen worden, teilte die katalanische Regionalpolizei auf Twitter mit. Nach Angaben der Notdienste wurden 52 Menschen medizinisch versorgt. In Tarragona sei ein Demonstrant von einem Polizeiauto angefahren worden und habe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Demonstranten hätten Autos angezündet, brennende Barrikaden errichtet und Beamte mit Brandsätzen angegriffen, teilte die Polizei weiter mit. Es war bereits der dritte Tag mit massiven Demonstrationen von Befürwortern einer Abspaltung Kataloniens von Spanien. Es müsse friedlich gegen das „ungerechte Urteil“ aus Madrid demonstriert werden, sagte Regionalpräsident Torra.

Er vermied es nach Medienberichten aber, radikale Aktivisten der „Komitees zur Verteidigung der Republik“ (CDR) für die Ausschreitungen zu kritisieren, und machte für die Gewalt stattdessen eingeschleuste „Provokateure“ verantwortlich.

Der türkische Botschafter in Deutschland, Ali Kemal Aydin, hat die in Deutschland laut gewordene Kritik am Militärgruß türkischer Fußballnationalspieler mit scharfen Worten verurteilt. „Es grenzt wirklich an Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus“, sagte er in Berlin. Die Kritik widerspreche der Meinungsfreiheit und sei ein Beispiel dafür, dass es wieder eine „antitürkische Stimmung“ in Deutschland gebe.

Türkische Nationalspieler hatten in den EM-Qualifikationsspielen gegen Albanien und Frankreich beim Torjubel den militärischen Gruß mit der Hand an der Stirn gezeigt und damit die türkischen Soldaten im Syrien-Einsatz geehrt. Darunter waren gegen Albanien auch die Profis der deutschen Bundesliga, Kaan Ayhan und Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf, die aber gegen Frankreich nicht mehr salutierten.

Ihr Verein hatte sich zuvor „in aller Deutlichkeit von jeglicher vermeintlich politisch motivierten Handlung, die gegen die Werte des Vereins verstößt“, distanziert.

„Das ist ganz normal und menschlich“

Die Aufregung über den militärischen Gruß auf dem Spielfeld sei für ihn schwer nachvollziehbar, sagte Aydin. Die Spieler hätten lediglich Soldaten geehrt, die ihr Leben für ihr Vaterland riskierten. „Das ist ganz normal und menschlich“, sagte der Botschafter. „Wir finden es falsch, dass diese Spieler so an den Pranger gestellt worden sind.“

Aydin kritisierte auch die deutschen Medien scharf. „Einige Medien hier hetzen die Bevölkerung auf diese Spieler. Das akzeptieren wir nicht, wir finden es befremdlich.“

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama will den kanadischen Premier Justin Trudeau bei der anstehenden Parlamentswahl siegen sehen. „Die Welt braucht jetzt seine progressive Führung, und ich hoffe, unsere Nachbarn im Norden unterstützen ihn für eine weitere Amtszeit“, schrieb Obama gestern auf Twitter mit Blick auf die Abstimmung am Montag.

Er sei stolz darauf gewesen, mit Trudeau zusammenzuarbeiten. Dieser sei fleißig, effektiv und kümmere sich um große Themen wie den Klimawandel.

Trudeau dürfte die Unterstützung von Obama, der in Kanada noch immer hochangesehen ist, sehr gelegen kommen: Die Umfragen sagen ein sehr knappes Rennen zwischen dem Liberalen und seinem konservativen Herausforderer Andrew Scheer voraus. Trudeau, der 2015 mit dem Versprechen einer neuen Ehrlichkeit und Transparenz in sein Amt gestartet war, hatte zuletzt wegen Skandalen Glaubwürdigkeit verloren.

Erst wurde öffentlich, dass er Ermittlungen gegen das kanadische Unternehmen SNC-Lavalin wegen Schmiergeldzahlungen in Libyen unterdrücken wollte. Im September tauchte dann ein 20 Jahre altes Bild auf, das Trudeau mit dunkel geschminktem Gesicht – verkleidet als Aladdin – auf einer Party zeigte. Trudeau entschuldigte sich für sein „rassistisches“ Verhalten.

Die US-Regierung verlangt ab sofort von chinesischen Diplomaten eine Vorausbenachrichtigung bei Treffen mit staatlichen Vertretern oder offiziellen Besuchen in Bildungs- und Forschungseinrichtungen in den USA. Das gab das US-Außenministerium gestern in Washington bekannt.

Die chinesische Seite müsse nicht um Erlaubnis für solche Treffen fragen, ihr Zugang werde in keiner Weise eingeschränkt, betonte ein ranghoher Beamter aus dem US-Außenministerium. Es gehe lediglich um eine Benachrichtigung. Der Schritt sei eine Reaktion auf Beschränkungen, unter denen US-Diplomaten in China zu leiden hätten. Diese müssten dort um Erlaubnis für derlei Gespräche und Besuche bitten, was ihnen jedoch oftmals verwehrt werde.

Die US-Regierung habe sich darüber lange bei China beklagt – jedoch ohne Erfolg, hieß es weiter. Man hoffe nun darauf, dass Peking einlenke und amerikanischen Diplomaten künftig unbeschränkten Zugang zu Gesprächspartnern in China gebe. Die Frage, welche Konsequenz chinesischen Diplomaten drohe, wenn sie die Vorgaben in den USA nicht befolgten, blieb unbeantwortet.

Ungarns rechtspopulistischer Ministerpräsident Viktor Orban hat „empfindliche Verluste“ seiner FIDESZ bei der Kommunalwahl am Sonntag eingeräumt. Dabei könnte auch der Skandal um den Györer FIDESZ-Bürgermeister Zsolt Borkai eine Rolle gespielt haben, so Orban gegenüber Hir-TV.

„Es ist nicht meine Sache, über das Privatleben eines ungarischen Staatsbürgers oder Politikers den Stab zu brechen“, kommentierte Orban den Sex- und Korruptionsskandal, in den Borkai verwickelt ist. Dennoch sei es seine Pflicht als Parteichef, zu zeigen, dass gewisse Dinge in der Partei nicht zulässig seien. Deswegen sei Borkai nicht mehr Mitglied von FIDESZ.

Der Premier ging nicht darauf ein, dass Borkai auch weiter Bürgermeister von Györ bleibt. Borkai habe vor der Wahl als Bürgermeisterkandidat nicht zurückgerufen werden können, da die Györer in dem Falle keine Möglichkeit der Wahl gehabt hätten, argumentierte Orban. Der Premier betonte weiter, dass die Regierung eine Zusammenarbeit mit dem neu gewählten oppositionellen Bürgermeister von Budapest, Gergely Karacsony, anstrebe. Die bisher mit dem abgewählten Bürgermeister Istvan Tarlos bestehenden Vereinbarungen blieben gültig.

Sport

Über seine Verweildauer in der Formel 1 wundert sich Kimi Räikkönen selbst. Auf die Frage, ob er sich jemals habe vorstellen können, mit 40 Jahren noch in der Formel 1 zu fahren, antwortete er am Rande des Grand Prix von Japan in Suzuka am Wochenende schmunzelnd: „Ganz sicher nicht, aber so hat es sich eben entwickelt“, so der Finne, der heute seinen 40. Geburtstag feiert.

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Chronik

Eine 52-Jährige hat gestern bei einem Brand in Ramsau am Dachstein (Steiermark) lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Das Feuer war im zweiten Stock eines Hotels ausgebrochen.

Mehr dazu in steiermark.ORF.at

Auch in Wels (Oberösterreich) kam es gestern zu einem Brand – diesmal in einem Wohnhaus. Der Hausbesitzer erlitt schwere Verbrennungen, seien Frau zog sich eine Rauchgasvergiftung zu.

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Wegen der Entschärfung einer Fliegerbombe ist es gestern Abend zu Behinderungen auf dem Hamburger Flughafen gekommen. Nach dem Fund des Blindgängers im Norden der Stadt wurde der Luftraum über dem Airport zwischenzeitlich gesperrt, sodass keine Starts und Landungen möglich waren, wie der Flughafen mitteilte.

Reisende warten am Flughafen Hamburg an den Ticket- und Informationsschaltern
APA/dpa/Bodo Marks

Nach der erfolgreichen Entschärfung der Bombe wurde der Flugbetrieb dann wieder aufgenommen. „Alle aktuell noch wartenden Flugzeuge können heute noch starten bzw. landen“, teilte der Flughafen mit.

Rund um den Fundort der Bombe mussten Bewohner ihre Häuser verlassen. Zudem wurde die Autobahn 7 zwischen dem Dreieck Nordwest und der Anschlussstelle Schnelsen vorübergehend gesperrt. Die Absperrungen wurden nach der Entschärfung der Bombe gegen 22.30 Uhr wieder aufgehoben.

Im Fall einer isoliert lebenden Familie auf einem Bauernhof in den Niederlanden erhärtet sich der Verdacht gegen den beteiligten Österreicher. Die niederländische Staatsanwaltschaft teilte gestern mit, dass der festgenommene 58-jährige Österreicher der Freiheitsberaubung verdächtigt wird. Die Ermittlungen der Polizei laufen indes auf Hochtouren, doch viele Fragen sind nach wie vor offen.

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Einen Solosechser zu knapp 1,5 Millionen Euro hat die aktuelle Ziehung von Lotto „6 aus 45“ gebracht.

Folgende Gewinnzahlen wurden ermittelt:

3 4 25 36 40 45/Zusatzzahl 18

Die aktuellen LottoPlus-Zahlen lauten:

1 5 6 10 17 38

Die aktuellen Joker-Zahlen lauten:

9 2 3 5 0 8

Alle Angaben ohne Gewähr

Nach einem Gewaltverbrechen im Haus des früheren „Tarzan“-Darstellers Ron Ely (81) sind seine Ehefrau und sein Sohn tot. Nach Mitteilung der Polizei im kalifornischen Santa Barbara von gestern waren Beamte am Vorabend per Notruf zu dem Haus des Schauspielers gerufen worden. Sie fanden Elys Ehefrau Valerie Lundeen Ely (62) erstochen vor.

Der als Tatverdächtiger gesuchte Sohn des Paares, Cameron Ely, wurde auf dem Grundstück gestellt. Er sei eine Bedrohung gewesen und von den Beamten erschossen worden, teilte die Polizei mit. Ron Ely sei bei dem Vorfall nicht verletzt worden, berichtete der Sender CNN.

Auch „Mann aus Bronze“

Ely war in den 1960er Jahren durch seine Hauptrolle in der TV-Serie „Tarzan“ bekannt geworden. Zusammen mit der deutschen Schauspielerin Uschi Glas drehte er 1972 den Italo-Western „100 Fäuste und ein Vaterunser“. Auch in dem Abenteuerfilm „Doc Savage – Der Mann aus Bronze“ (1975) hatte er eine Hauptrolle. Später war er in TV-Serien wie „Fantasy Island“ und „Love Boat“ zu sehen.

Ely war seit 1984 mit Valerie Lundeen, einer früheren Schönheitskönigin aus Florida, verheiratet. Das Paar hatte drei Kinder, zwei Töchter und Sohn Cameron.

Wirtschaft

Die wertvollsten Marken der Welt kommen nach wie vor aus den USA. Ungeachtet des sich verschärfenden Drucks seitens der Wettbewerbshüter standen Apple, Google, Amazon, Microsoft und Coca-Cola an der Spitze des Rankings der Marktforschungsfirma Interbrand. Facebook rutschte dagegen von Rang neun auf Rang 14 ab.

Apple gewinnt neun Prozent an Wert

Mit einem Markenwert von 234 Mrd. Dollar (213 Mrd. Euro) setzte sich Apple an die Spitze des heute veröffentlichten jährlichen Rankings. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Wertzuwachs von neun Prozent.

Auf Platz zwei und drei rangierten Google mit plus acht Prozent auf 167,7 Mrd. Dollar und Amazon mit einem Zuwachs von 24 Prozent auf rund 125,3 Mrd. Dollar. Der Onlinehändler und Anbieter der Sprachassistentin Alexa konnte damit seinen Vorsprung zu Microsoft deutlich ausbauen, der Softwareriesen landete mit einem Markenwert von knapp 109 Mrd. Dollar auf Rang vier.

Weit abgeschlagen mit rund 63,4 Mrd. Dollar und einem Minus von vier Prozent lag Coca-Cola auf Rang fünf. Auch bei Facebook errechneten die Marktforscher einen Wertrückgang von klaren zwölf Prozent auf knapp 40 Mrd. Dollar.

Mercedes und BMW wertvollste europäische Marken

Unter den 100 wertvollsten Marken waren keine österreichischen Unternehmen zu finden. Die wertvollsten Nicht-US-Unternehmen im Ranking waren der südkoreanische Tech-Konzern Samsung mit einem Wert von 61,1 Mrd. Dollar (Rang sechs) und der japanische Autobauer Toyota mit 56,2 Mrd. Dollar (Rang sieben).

Europa ist mit den beiden deutschen Konzernen Mercedes-Benz auf Platz acht (plus fünf Prozent auf 50,8 Mrd. Dollar) und BMW auf Platz elf (plus ein Prozent auf 40,4 Mrd. Dollar) vorne vertreten. Auch wenn die beiden Unternehmen noch weit oben im Ranking stehen, zeige die Branche deutliche Schwäche, hieß es in der Studie. In den vergangenen Jahren hätten Mercedes-Benz, BMW, VW, Audi, Porsche und Mini noch Zuwächse von bis zu 18 Prozent verzeichnet.

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat grünes Licht für die Aufnahme seiner Produktion in China erhalten. Das kalifornische Unternehmen wurde in die Liste der von der Regierung genehmigten Autohersteller aufgenommen, wie das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie heute mitteilte.

Die Regierung gewährte Tesla ein Zertifikat, das der Elektroautohersteller für den Start seiner Produktion in dem Land benötigt. Der Konzern hat in Schanghai ein Werk für zwei Mrd. Dollar (1,8 Mrd. Euro) gebaut – die erste ausländische Produktionsstätte von Tesla. Die Produktion dort soll noch im Oktober beginnen.

Tesla wil in dem Werk bis Ende des Jahres mindestens 1.000 Fahrzeuge des Modells 3s pro Woche bauen. So soll der Absatz auf dem weltgrößten Automarkt angekurbelt und Einfuhrzölle für Autos aus den USA vermieden werden. Noch ist aber unklar, ob der Konzern seine Produktionsziele erreichen kann, da es noch Unsicherheiten etwa mit Blick auf Arbeitskräfte und Lieferanten gibt.

Wer online Produkte kauft, sollte seit September die Zahlung auf zwei Kanälen freigeben. Die Händler hatten aber Probleme, die dafür nötigen technischen Umstellungen rechtzeitig umzusetzen. Und auch die Konsumenten stellten sich nur unwillig auf die sichereren aber umständlicheren Methoden um. Nun empfahl die Europäische Bankenaufsicht einen Aufschub bis Ende 2020, teilte der Handelsverband gestern mit.

Davor hatte die Finanzmarktaufsicht (FMA) bereits grundsätzlich einen Aufschub für die Einführung der doppelten Sicherheit bei Onlineeinkäufen gewährt, aber noch keine Frist genannt. Der Handelsverband freut sich nun, dass Webshops 15 Monate mehr Zeit haben, sich umzustellen.

Bei Onlinebanking gilt hingegen seit Mitte September bereits die Pflicht zur Zweifaktorauthentifizierung. Beim Einkauf mit Karten im Geschäft ändert sich hingegen nichts. Auslöser für die Veränderungen ist die Zahlungsdienstleisterrichtlinie der EU.

Kultur

Das Verwaltungsgericht der Region Venetien hat der geplanten Leihgabe der berühmten Zeichnung „Der Vitruvianische Mensch“ von Leonardo da Vinci für eine Ausstellung im Louvre in Paris grünes Licht gegeben. Es gebe keine administrativen Mängel in den Prozeduren, die das italienische Kulturministerium mit dem Louvre zur Leihgabe der Zeichnung abgeschlossen habe, urteilte das Gericht gestern.

Das Verwaltungsgericht der Region Venetien hatte vergangene Woche per einstweiliger Verfügung auf eine Klage des italienischen Kulturschutzvereins Italia Nostra reagiert und die Leihe vorübergehend gestoppt. Das italienische Kulturministerium hatte die Entscheidung in einer ersten Reaktion als „völlig unverständlich“ bezeichnet. Der Verein hatte behauptet, dass so wichtige Kulturgüter nicht außer Landes gehen dürften.

„Vitruvianischer Mensch“ von Leonardo Da Vinci
Public Domain

Das Gericht erklärte, bei der Leihgabe würden die internationalen Standards zum Schutz kostbarer Kulturgüter eingehalten werden. Es bestünde keinerlei Grund, weshalb „Der Vitruvianische Mensch“ nicht in Paris ausgestellt werden sollte. Kulturminister Dario Franceschini begrüßte das Gerichtsurteil. Das Da-Vinci-Werk befindet sich in der Galleria dell’Accademia in Venedig, wird dort aber nur selten gezeigt.

Angesichts der Feierlichkeiten anlässlich des 500. Todestags von Leonardo da Vinci soll die Zeichnung acht Monate lang dem Louvre geliehen und im Rahmen einer Ausstellung gezeigt werden, die am 24. Oktober eröffnet wird. Dafür soll Italien einige im Louvre ausgestellte Raffael-Werke erhalten, die ab März 2020 im Ausstellungskomplex „Scuderie del Quirinale“ in Rom gezeigt werden sollen.

Science

Der vergangene Monat ist nach Messungen der US-Behörde National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) global der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen – gemeinsam mit dem September 2015.

Die Durchschnittstemperatur über Land- und Ozeanflächen beider Monate sei mit 15,95 Grad Celsius um 0,95 Grad Celsius über dem Durchschnittswert des 20. Jahrhunderts von 15 Grad gelegen, teilte die US-Klimabehörde gestern (Ortszeit) mit. In der nördlichen Hemisphäre sei es mit 1,24 Grad Celsius über dem Durchschnitt sogar der wärmste September seit Beginn der Aufzeichnungen gewesen.

Besonders warm war es nach Angaben der NOAA unter anderem in Alaska, dem Westen Kanadas, dem Süden der USA und im nördlichen Pazifik. Die weltweit zehn wärmsten September gab es laut NOAA seit 2005. Die vergangenen fünf seien die fünf wärmsten seit Messbeginn 1880 gewesen.

Leute

US-Schauspielerin Angelina Jolie (44, „Tomb Raider“) erzählt von einer Lebenskrise. „Ich hatte ein paar schwierige Jahre und habe mich nicht sehr stark gefühlt. Tatsächlich fühlte ich mich ziemlich kaputt“, sagte sie dem US-Magazin „People“ heute (Ortszeit).

Angelina Jolie
Reuters/Peter Nicholls

Es habe gedauert, bis sie wieder die Stärke von „Maleficent“ gespürt habe. Jolie ist ab dieser Woche in der Filmfortsetzung „Maleficent: Mächte der Finsternis“ in den Kinos zu sehen.

Ein Grund, zu alter Stärke zurückzufinden, seien ihre Kinder gewesen: „Was mich wirklich bewegt, ist, dass sie mich stark sehen wollen.“ 2016 hatte Jolie die Scheidung von Ehemann Brad Pitt (55) eingereicht, mit dem sie sechs Kinder hat, darunter drei leibliche. Zuletzt war die Schauspielerin in „Maleficent: Die dunkle Fee“ (2014) und in „By the Sea“ (2015) in den Kinos zu sehen.

In „Maleficent“ spielt Jolie eine gefürchtete Zauberin, die in Wahrheit sehr empfindsam und verletzlich ist.

Religion

Polens Präsident Andrzej Duda hat gestern in Warschau das größte Papst-Museum des Landes, das Johannes-Paul-II.-und-Primas-Wyszynski-Museum, eröffnet. Es zeigt die Schlüsselmomente aus den Biografien des vor genau 41 Jahren zum Papst gewählten Krakauer Erzbischofs Karol Wojtyla (1920–2005) und des Kardinals Stefan Wyszynski (1901–1981), der in Polen als „Primas des Jahrtausends“ verehrt wird.

Mehr dazu in religion.ORF.at

Lifestyle