COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 1.438,9 (Stand: heute, 14.00 Uhr).

Tirol hat mit 2.405,7 den höchsten Wert, gefolgt von Salzburg mit 2.344,2 und Wien mit 1.934,4. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in der Steiermark (838) und im Burgenland (885,1).

Eine Morgenmeldung des Krisenstabs wurde erst am Nachmittag veröffentlicht. Vermeldet wurden 27.677 Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. 13.956 Menschen verstarben bisher an den Folgen des Coronavirus. Derzeit befinden sich 1.062 Personen aufgrund des Coronavirus in Spitalsbehandlung, davon 193 auf Intensivstationen.

Besonders viele Meldungen mittwochs

Grundsätzlich werden mittwochs mehr Neuinfektionen gemeldet als an anderen Wochentagen. Das liegt unter anderem daran, dass an diesem Tag die Ergebnisse der meisten an den Schulen durchgeführten PCR-Tests in das Meldesystem einfließen.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung zur Zählweise und weitere Fragen in ORF.at/corona

Die Regierung führt Schutzzonen für Gesundheitseinrichtungen ein, um das dortige Personal vor Übergriffen durch CoV-Maßnahmengegner und anderen Behinderungen durch Kundgebungen zu schützen. Eine entsprechende Punktation stand heute im Ministerrat auf der Tagesordnung.

Die Schutzzonen gelten auch für Impf- und Teststraßen, wo es ebenfalls vermehrt zu Vorfällen gekommen ist. Künftig soll es dadurch möglich sein, Personen im Umkreis der Einrichtungen wegzuweisen.

Wegweisungen vorgesehen

In den Schutzzonen können Personen, die den Betrieb durch ihr Verhalten oder ihre Anwesenheit „wesentlich erschweren“ durch die Polizei weggewiesen werden. Versammlungen, die den Zugang oder die Zufahrt zu Gesundheitseinrichtungen beeinträchtigen, sollen zudem leichter aufgelöst oder untersagt werden können.

Laut Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) wurden mehrfach rote Linien überschritten, Gesundheitspersonal bedroht und Menschenleben gefährdet. „Die Versammlungsfreiheit ist ein hohes Gut, das selbstverständlich zu schützen ist“, sagte er. „Wo es Rechte gibt, gibt es aber auch Pflichten. Wir werden alles tun, um jene zu schützen, die für uns da sind und unsere Gesundheit schützen.“

Hilfspaket für Länder und Gemeinden aufgestockt

Bereits beschlossen wurden heute im Ministerrat die Aufstockung der CoV-Hilfen für die Gemeinden und ein Hilfspaket für die Länder. Die Ertragsanteile für Gemeinden (die Anteile an den gemeinschaftlichen Bundesabgaben) werden um 275 Mio. Euro erhöht. Zusätzlich gibt es für die Länder 750 Mio. Euro für die Krankenanstalten.

Grafik zu CoV-Hilfen
Grafik: APA/ORF.at; Quelle: BMF

Darüber hinaus wird Ländern und Gemeinden ihr Anteil an den Steuerreformkosten erlassen, was bis 2025 bis zu 840 Mio. Euro bringen soll.

Nach dem Chaos bei den Schul-PCR-Tests in den vergangenen Tagen in allen Bundesländern außer Wien hat es nun zumindest beim neuen Testanbieter in Vorarlberg und Salzburg gestern erstmals durchgehend funktioniert. In Nieder- und Oberösterreich sowie im Burgenland konnten aber erneut rund 30.000 Tests nicht ausgewertet werden.

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Anlässlich des Beschlusses der Impfpflicht im Nationalrat sind rund um das Parlamentsausweichquartier in der Hofburg morgen Demonstrationen zu erwarten. Im Umkreis von 300 Metern gilt eine Bannmeile. Bei der Polizei ist eine Kundgebung auf dem Maria-Theresien-Platz angemeldet. In einschlägigen Telegram-Gruppen wird zu weiteren Protesten aufgerufen.

Unter dem Titel „Nein zur Impfpflicht – Neuwahlen jetzt!“ wurde bei der Polizei Wien eine Kundgebung für 500 Teilnehmer auf dem Maria-Theresien-Platz angezeigt. Die Demonstrierenden wollen dort ziemlich lange durchhalten, angemeldet ist die Demo nämlich von 7.00 Uhr bis knapp vor Mitternacht.

Eine weitere Versammlung auf dem Albertinaplatz wurde von der Polizei untersagt, und zwar wegen des „Verstoßes gegen die Bannmeile“, wie die Polizei der APA mitteilte. Denn nach den Bestimmungen des Versammlungsgesetzes darf während der Zusammenkunft des Nationalrates, Bundesrates oder auch eines Landtages im Umkreis von 300 Metern keine Versammlung unter freiem Himmel stattfinden.

Das dürfte auch diversen weiteren Protestaufrufen in Telegram-Gruppen einen Strich durch die Rechnung machen. Beworben wird etwa auch ein Treffpunkt ab 8.30 Uhr im Volksgarten.

Die erwarteten, sehr hohen Infektionszahlen in der CoV-Pandemie werden aktuell gerade real. Obwohl es derzeit keinen generellen Lockdown gibt, wirkt sich die Pandemie sehr deutlich auf die Mobilität von Wienerinnen und Wienern aus.

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Auch in der Steiermark ist die Omikron-Welle beim Mobilitätsverhalten zu merken. Laut Analyse eines Spin-off-Unternehmens der TU Graz wird das Auto wieder öfter genutzt. Der Mobilitätsrückgang im öffentlichen Verkehr ist deutlich. Die Innenstädte sind am unbelebtesten.

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Die SPÖ wird der Impfpflicht morgen im Nationalrat wohl geschlossen zustimmen. Eine entsprechende Erwartungshaltung äußerte der stellvertretende Klubchef Jörg Leichtfried heute in einer Pressekonferenz.

Lotterie im Gespräch

Gleichzeitig berichtete er von einer gemeinsamen Initiative mit der Koalition, Anreize für die Impfung zu etablieren. Wie der „Kurier“ online berichtete, ist unter anderem eine Impflotterie im Gespräch.

Weiters sollen der Meldung zufolge Gemeinden finanzielle Mittel für lokale Impfkampagnen erhalten. Schließlich würden Kommunen bei Erreichen einer gewissen Impfquote erhöhte Bedarfszuweisungen bekommen. Bestätigt ist das freilich nicht. Leichtfried meinte am Vormittag bei seiner Pressekonferenz, über noch ungelegte Eier wolle er nicht sprechen. Er ging aber davon aus, dass es jedenfalls ein Anreizsystem geben werde. Dieses könnte allenfalls zumindest in Teilen schon morgen vom Nationalrat beschlossen werden.

Der stellvertretende Klubchef hält die Impfpflicht für notwendig, um Menschenleben zu schützen und weitere Lockdowns zu verhindern. Dass es überhaupt dazu kommen muss, sieht er in der Verantwortung der ÖVP-Bundeskanzler, die nichts für ein Vorantreiben der Impfung getan hätten. Sebastian Kurz (ÖVP) habe als Regierungschef den Eindruck geweckt, dass die Pandemie schon vorbei sei.

SPÖ will Anreize schaffen

Nunmehr will die SPÖ aber mit der Koalition gemeinsam agieren und auch Anreize etablieren. Zuletzt war spekuliert worden, dass Gemeinden für hohe Impfquoten belohnt werden könnten. Über noch ungelegte Eier wollte Leichtfried nicht sprechen, ging aber davon aus, dass es jedenfalls ein Anreizsystem geben werde.

Dass die SPÖ zustimmt, hängt seinen Angaben zufolge auch damit zusammen, dass man nach der Begutachtung noch einiges hineinverhandelt habe – etwa, dass sich Reichere nicht leichter von der Pflicht freikaufen können und dass die Verpflichtung sofort endet, wenn sie nicht mehr notwendig ist bzw. keine Verfassungskonformität mehr gegeben ist.

Leichtfried geht davon aus, dass sein Klub geschlossen zustimmen werde. Man halte es in der SPÖ immer so, dass man zuerst intern diskutiere und dann die mehrheitliche Position geschlossen vertrete. Die einhellige Zustimmung seiner Fraktion im Gesundheitsausschuss habe schon die Richtung angezeigt.

Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) geht davon aus, dass die ersten an die Omikron-Variante angepassten CoV-Impfstoffe bereits Ende März, Anfang April in Österreich verfügbar sein werden.

Er habe von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Ankündigung bekommen, „dass wir Ende erstes Quartal, Anfang zweites – sprich im Bereich März, April – bereits Impfstoffe geliefert bekommen werden, wo die Varianten schon abgebildet sind“, sagte der ÖVP-Chef heute.

„Diese Informationen habe ich von Präsidentin von der Leyen. Die EU ist ja zum ersten Mal tatsächlich in der guten Position, das Thema Impfstoffproduktion tatsächlich auch EU-weit beantworten zu können“, sagte Nehammer im Pressefoyer nach dem Ministerrat.

Denn letztes Jahr sei die Produktionskapazität „knapp null“ gewesen und jetzt liege sie bei 300 Millionen Dosen im Monat. „Diese werden den Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellt.“

„Da ist die Information von den großen Pharmaproduzenten wie Biontech/Pfizer, dass sie in der Lage sind, die Impfstoffe Ende erstes, Anfang zweites Quartal auch schon modifiziert anbieten zu können und eben auch in großer Stückzahl.“ Auch habe die EU-Kommission zugesagt, dass die modifizierten Impfstoffe abrufbar sein werden, sollten schon vorher Kontingentabrufungen von Dosen aus dem ersten Quartal erfolgt sein.

Generell sagte Nehammer zur Frage nach der vierten Impfung, dass diese auch jetzt schon für besonders gefährdete Gruppen möglich sei – sofern das sinnvoll ist.

In Wien gelten seit heute neue CoV-Regeln für die Kindergärten. Gruppen werden erst ab dem zweiten CoV-Fall gesperrt, wenn nur Kinder betroffen sind. Informiert werden die Eltern jedoch bereits beim ersten Fall – und es werden Vorsichtsmaßnahmen empfohlen.

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COV Ausland

Der bayrische Verwaltungsgerichtshof (VGH) hat die 2-G-Zugangsbeschränkungen zum Einzelhandel gekippt. In einem heute veröffentlichten unanfechtbaren Beschluss entschied das Gericht, dass die bayrische Verordnung den Anforderungen des Infektionsschutzgesetzes für die Zutrittsbeschränkungen für Geimpfte und Genesene nicht gerecht werde.

Regeln grundsätzlich möglich

Grundsätzlich seien 2-G-Regeln für den Handel möglich, die bayrische Regelung erfülle die nötigen Voraussetzungen aber nicht. Damit war die Inhaberin eines Beleuchtungsgeschäfts mit einem Eilantrag vor dem Gericht erfolgreich.

Nach der 15. bayrischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung darf der Zugang zum Einzelhandel grundsätzlich nur Genesenen und Geimpften gewährt werden. Ausgenommen sind Läden zur Deckung des täglichen Bedarfs.

Dieser tägliche Bedarf wird in der Verordnung durch eine Liste von Beispielen konkretisiert, etwa Lebensmittelhandel, Apotheken und Tankstellen. Das sah die Antragstellerin als Verletzung ihrer Berufsfreiheit und des Gleichbehandlungsgrundsatzes.

Ausnahmen zu unklar

Nach Auffassung der VGH-Richter muss sich nach den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes mit hinreichender Klarheit aus der Verordnung ergeben, wo Ausnahmen für Geschäfte des täglichen Bedarfs gelten.

Diesem Anspruch werde die bayrische Verordnung nicht gerecht. Insbesondere auch mit Blick auf Geschäfte mit Mischsortimenten lasse sich nicht mit hinreichender Gewissheit entnehmen, welche Läden in Bayern von der 2-G-Regel betroffen sind und welche nicht.

Regel wird „komplett ausgesetzt“

Die bayrische Regierung wird die 2-G-Regel im Einzelhandel nicht weiter anwenden. „Wir setzen in Bayern 2-G im Handel komplett aus und sorgen damit für eine schnelle und praktikable Umsetzung der VGH-Entscheidung“, teilte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) unmittelbar nach Bekanntwerden der Entscheidung mit.

Bayern sei mit der Zugangsbeschränkung für Genesene und Geimpfte im Handel einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz gefolgt, „aber wegen der entstandenen Abgrenzungsschwierigkeiten ist nun die Regelung wie in den Supermärkten die einfachere Alternative“. Herrmann betonte zudem: „Die FFP2-Maskenpflicht im Handel gilt weiterhin und bietet Schutz.“

Angesichts steigender Infektionszahlen mit dem Coronavirus macht Paraguay seine Grenzen für Ungeimpfte dicht. Mehr als ein Dutzend Personen aus dem Ausland ohne vollständigen Impfschutz seien bei ihrer Ankunft bereits abgewiesen und in ihre Heimatländer zurückgeschickt worden, sagte die Leiterin der Einwanderungsbehörde, Maria de los Angeles Arriola, heute im Radiosender ABC.

Zuletzt waren zahlreiche Impfgegner vor allem auch aus dem deutschsprachigen Raum in das südamerikanische Land ausgewandert. In den sozialen Netzwerken kursieren viele Videos, in denen Menschen, die sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen wollen, zu einem Neustart in Paraguay geraten wird. Oftmals werden in diesen Beiträgen auch Verschwörungserzählungen transportiert.

Seit der vergangenen Woche müssen Menschen bei der Einreise nach Paraguay allerdings eine Impfung mit mindestens zwei Dosen nachweisen. Zuletzt waren die Infektionszahlen in Paraguay sprunghaft angestiegen. Bisher infizierten sich in dem 7,1-Millionen-Einwohner-Land über 500.000 Menschen mit dem Coronavirus, fast 17.000 Patientinnen und Patienten starben im Zusammenhang mit Covid-19. Etwa 42 Prozent der Bevölkerung sind vollständig geimpft.

Inmitten des Skandals um Partys am Regierungssitz während des Lockdowns hat der britische Premierminister Boris Johnson die Aufhebung der meisten Maßnahmen in England angekündigt. Ab dem 27. Jänner werde das Tragen von Masken nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben sein, sagte Johnson heute im britischen Parlament.

„Da Corona endemisch wird, müssen wir die gesetzlichen Verpflichtungen durch Ratschläge und Empfehlungen ersetzen“, begründete der britische Premier diesen Schritt.

Ende für Isolation und Gesundheitspass

Auch die Arbeit im Homeoffice werde nicht mehr offiziell empfohlen und die Vorlage des Gesundheitspasses in Clubs und bei bestimmten großen Versammlungen nicht mehr vorgeschrieben.

Für März plane die Regierung das Ende der Isolation für positiv getestete Menschen. „Wir zwingen die Menschen nicht gesetzlich dazu, sich zu isolieren, wenn sie die Grippe haben“, erklärte Johnson. Aufgrund der außerordentlichen Boosterkampagne könnten die Maßnahmen auslaufen.

Johnson unter Druck

Der Premierminister stellte sich dem Parlament, während in seiner konservativen Partei der Widerstand gegen ihn wächst. Johnson steht wegen einer ganzen Reihe von Partys am Regierungssitz Downing Street während strikter Lockdown-Regeln unter Druck. Eine Gruppe von konservativen Abgeordneten ist für ein Misstrauensvotum gegen den eigenen Regierungschef.

Die Ankündigung der Lockerung von CoV-Maßnahmen kommt nun früher als erwartet und in einer Zeit, in der Johnson positive Berichterstattung braucht. Eigentlich sollten die Regeln erst in der kommenden Woche überprüft werden.

In Polen ist ein Priester gemeinsam mit zwei Soldaten und weiteren Personen wegen Handels mit gefälschten Covid-19-Impfpässen festgenommen worden. Den insgesamt fünf Verdächtigten wird vorgeworfen, rund 100 Personen gefälschte Dokumente für umgerechnet 22 bis 221 Euro ausgestellt zu haben.

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Inland

Seit rund 30 Jahren haben Väter die Möglichkeit, in Karenz zu gehen. Doch von einer Ausgeglichenheit zwischen Frauen und Männern ist man noch weit entfernt. Die Arbeiterkammer fordert nun endlich mehr als nur „Lippenbekenntnisse“.

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Von der ökosozialen Steuerreform dürften mittelfristig mittlere Einkommen am meisten profitieren. Das geht aus einer Auswertung des Budgetdiensts des Nationalrats auf Ersuchen der Grünen hervor. Diese sehen damit erwiesen, dass einander Klimaschutz und Soziales nicht ausschließen.

Gemäß der Auswertung beträgt der relative Anstieg der verfügbaren Haushaltseinkommen heuer vom ersten bis zum siebenten Zehntel der Einkommen (Dezilen) zwischen 2,7 und 3,0 Prozent. In den darüber liegenden Dezilen ist der Anstieg etwas geringer, beträgt aber auch im zehnten Dezil, also jenem mit den höchsten Einkommen, noch 1,5 Prozent.

In den Folgejahren verstärkt die schrittweise Senkung der Einkommensteuer und die Erhöhung des Familienbonus vor allem die Entlastung der mittleren und oberen Einkommensbereiche.

Die höchsten Einkommensanstiege werden im Jahr 2025 zwischen dem dritten und dem siebenten Dezil mit 3,3 bis 3,6 Prozent erzielt. Im ersten Dezil – also Personen mit den niedrigsten Einkünften – beträgt der Einkommensanstieg 2,7 Prozent und ist damit höher als bei den höchsten Einkommen mit 2,3 Prozent.

Klimabonus wiegt CO2-Bepreisung auf

Die CO2-Bepreisung und der Klimabonus bewirken eine durchschnittlich stärkere Entlastung der unteren Bereiche der Einkommensverteilung. Die (absolute) Belastung durch die CO2-Bepreisung ist dort geringer, und der einkommensunabhängige Klimabonus führt zu einem relativ höheren Anstieg der Einkommen. In allen Einkommensbereichen ist der Klimabonus mehrheitlich höher als die Belastung durch die CO2-Bepreisung.

Für den grünen Steuersprecher Jakob Schwarz sticht besonders hervor, dass CO2-Bepreisung und Klimabonus gemeinsam eine progressive Verteilungswirkung aufweisen: Während der Klimabonus die Dezile relativ gleichmäßig entlaste, betreffe die Belastung der CO2-Bepreisung stärker die oberen Dezile.

Ärmere Haushalte würden durch ihre ökologisch verträglichere Lebensweise dadurch stärker entlastet. Gerade der Klimaschutz mache die Steuerreform also gerecht.

Kritik von SPÖ und NEOS

Im Vorfeld des Plenums zur Steuerreform kam Kritik von SPÖ und NEOS. Der stellvertretende Klubchef Jörg Leichtfried (SPÖ) übte Kritik an Begünstigungen für Unternehmen, vor allem an der Senkung der Körperschaftssteuer. Statt einer fairen Besteuerung für Reiche gebe es weiter große Steuergeschenke an sie. Die Arbeitnehmer zahlten dagegen ihre steuerlichen Erleichterungen über die kalte Progression selbst.

NEOS-Budget- und -Finanzsprecherin Karin Doppelbauer sagte, bei einer Inflation von mehr als drei Prozent werde die kalte Progression jede Entlastung in Kürze wieder auffressen. Ohne Abschaffung der kalten Progression komme es trotz Steuerreform für einzelne Gruppen unterm Strich zu einer steuerlichen Mehrbelastung. Das betreffe vor allem Haushalte ohne Kinder. Verwiesen wurde auf die bürokratischen Kosten für die Administration des Klimabonus.

Die Eignungsprüfung für die Aufnahme an Bildungsanstalten für Elementar- bzw. Sozialpädagogik und an den Fachschulen für pädagogische Assistenzberufe soll reformiert werden. Unter anderem muss kein Rhythmus mehr nachgeklatscht werden, auch der Sport- und der Zeichenteil entfallen.

So sollen mehr Männer für die Ausbildung gewonnen und die Diversität gefördert werden, heißt es in einem Verordnungsentwurf des Bildungsministeriums.

Derzeit vier Teile

Wer eine Ausbildung zur Kindergartenpädagogin oder zum Kindergartenpädagogen beginnen will, muss derzeit eine bis zu vierstündige Eignungsprüfung bestehen.

Diese besteht aktuell aus vier Teilen – abgeprüft werden musikalische Bildbarkeit, die Fähigkeit zum schöpferischen Gestalten, körperliche Gewandtheit und Belastbarkeit sowie Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit. Laut Entwurf soll davon nur noch die Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit bestehen bleiben.

Entfallen würden dabei etwa jene Prüfungsteile, bei denen ein Rhythmus nachgeklatscht oder eine Melodie nachgesungen werden muss. Auch der Nachweis der Schwimmfähigkeit sowie ein Lauf bzw. Geschicklichkeitslauf mit abschließendem Purzelbaum müssen nicht mehr erbracht werden. Gleiches gilt für die Überprüfung der feinmotorischen und der „schöpferischen“ Fähigkeiten etwa durch eine Zeichnung.

Fokus auf Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit

Übrig bleibt der Nachweis der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit. Der Schwerpunkt der Eignungsprüfung soll damit auf sozial-kommunikativen Kompetenzen wie Persönlichkeitsbildung, Reflexion des eigenen Verhaltens und Verhalten in der Gruppe gelegt werden, heißt es in den Erläuterungen zum Entwurf. Dauern soll sie ähnlich wie bisher zwei bis vier Stunden.

Der Schlepper, der am Montag an der ungarischen Grenze im Südburgenland auf Soldaten des Bundesheeres geschossen haben soll, ist heute festgenommen worden. Der 26-jährige Moldawier wurde bei einer Fahrzeugkontrolle in Ungarn gefasst, hieß es von der Polizei.

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Die FPÖ Kärnten hat heute bekanntgegeben, einen Untersuchungsausschuss zum Thema Hypo-Heta im Landtag beantragen zu wollen. Die Fragestellung soll sein, wo die Millionenrückflüsse aus der erfolgreichen Abwicklung für Kärnten bleiben. Heftige Kritik gab es auch an der Causa Flughafen.

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Ausland

Die Ukraine könnte nach Vorstellungen von Präsident Wolodymyr Selenski am nächsten NATO-Gipfel im Juni teilnehmen. Er habe heute mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gesprochen, teilte Selenski auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Dabei sei es auch um die Vorbereitungen des Treffens der Staats- und Regierungschefs der Allianz gegangen. Eine Teilnahme der Ukraine sei möglich, die Politik der offenen Tür der NATO bleibe unverändert bestehen, schrieb der Präsident. Zudem seien er und Stoltenberg einig, dass es weiterer diplomatischer Bemühungen bedürfe, um die Sicherheit in Europa zu garantieren.

Ein möglicher NATO-Beitritt der Ukraine steht im Zentrum der Spannungen des Westens mit Russland, das im Grenzgebiet rund 100.000 Soldaten zusammengezogen hat. Der Westen befürchtet eine Invasion Russlands in der Ostukraine. Die Regierung in Moskau weist das zurück und fordert Sicherheitsgarantien. Unter anderem verlangt Russland, dass die NATO einen Beitritt der Ukraine zur Allianz ausschließt. Die NATO lehnt eine solche Zusage mit Verweis auf das Selbstbestimmungsrecht von Staaten ab.

Blinken macht Moskau erneut schwere Vorwürfe

Unterdessen machte US-Außenminister Antony Blinken Russland im Ukraine-Konflikt erneut schwere Vorwürfe. „Moskau hat systematisch versucht, die demokratischen Institutionen der Ukraine zu schwächen und die ukrainische Gesellschaft zu spalten“, sagte Blinken heute nach einem Treffen mit Selenski und dessen Außenminister Dmytro Kuleba.

Die Zahl der russischen Soldaten an der Grenze könne sich in relativ kurzer Zeit verdoppeln, warnte er. Blinken betonte, er habe mit seinem Besuch „die unerschütterliche Unterstützung“ der USA für die Ukraine zum Ausdruck bringen wollen. Die Demokratie der Ukraine, ihr Grundrecht, als souveräne, unabhängige Nation zu existieren, stehe vor einer noch nie da gewesenen Herausforderung durch Russland. „Wir haben deutlich gemacht, dass wir einen diplomatischen Weg bevorzugen, um den Konflikt mit Russland zu entschärfen. Das ist der verantwortungsvolle Weg“, sagte Blinken. An die Ukraine gerichtet, sagte er: „Lasst euch von Moskau nicht spalten.“

Eine Psychiaterin hat dem norwegischen Neonazi Anders Behring Breivik in einer Verhandlung über eine vorzeitige Haftentlassung ein weiterhin hohes Gefahrenpotenzial bescheinigt. „Meiner Meinung nach gilt für Breivik die gleiche Diagnose wie immer“, sagte Randi Rosenqvist heute während der Verhandlung im Gefängnis Skien. „Das Risiko künftiger Gewalttaten“ sei unverändert. Die Psychiaterin hatte Breivik bereits 2012 und 2013 untersucht. Sie beschrieb den 42-Jährigen als „asozial, histrionisch und narzisstisch“.

Breivik hatte am 22. Juli 2011 im Regierungsviertel der Hauptstadt Oslo acht Menschen mit einer Bombe getötet. Danach setzte er auf die Insel Utöya über und erschoss dort 69 Menschen, die meisten von ihnen Teilnehmer eines von der norwegischen Arbeiterpartei organisierten Sommerlagers für Jugendliche. Die meisten der Todesopfer waren jünger als 20 Jahre. Dutzende weitere Menschen wurden verletzt.

Vorzeitige Haftentlassung beantragt

Gut zehn Jahre nach den Anschlägen hatte Breivik eine vorzeitige Haftentlassung beantragt. Er behauptet, dass er der Gewalt abgeschworen habe. Mit Hitlergruß und rechtsextremistischen Parolen ließ der 42-Jährige jedoch zu Beginn einer dreitägigen Gerichtsanhörung gestern keine Zweifel an seiner Gesinnung.

Die Anhörung vor dem Bezirksgericht der südnorwegischen Region Telemark findet aus Sicherheitsgründen in der Sporthalle des Gefängnisses von Skien statt, in dem Breivik inhaftiert ist. Sein Antrag hat nach allgemeiner Auffassung keine Aussicht auf Erfolg.

Rosenqvist wies auf die Schwierigkeiten einer Rehabilitierung Breiviks hin. Es gebe nicht viele Häftlinge, die mit ihm sprechen wollten. „Die meisten haben Lust, ihm weh zu tun.“

In einem einmaligen Vorgang will die EU-Kommission für Polen vorgesehene EU-Mittel einbehalten und so ausstehende Strafzahlungen ausgleichen. Das Land habe die Frist einer Zahlungsaufforderung vom November verstreichen lassen, sagte ein Sprecher der Brüsseler Behörde heute. Deshalb werde nun geprüft, von welchen EU-Zahlungen an Polen die offene Summe einbehalten werden könne. Anschließend würden die polnischen Behörden darüber informiert und hätten noch zehn Tage Zeit, sich zu äußern. Dann werde die EU-Kommission das Geld einbehalten.

500.000 Euro täglich

Es geht um eine Strafe in Höhe von 500.000 Euro täglich seit dem 20. September, die Polen einer Entscheidung des EuGH zufolge zahlen muss. Insgesamt sind das bisher rund 60 Millionen Euro.

Der EuGH hatte bereits im Mai angeordnet, dass Polen den Braunkohleabbau im Tagebau Turow an der Grenze zu Sachsen aussetzen muss. Weil Polen dieser Anordnung nicht nachkam, verhängte das höchste EU-Gericht auf Antrag des Nachbarlandes Tschechien die Geldstrafe. Die EU-Kommission schickt die Zahlungsaufforderungen mit Blick auf diese Entscheidung jeweils für den Zeitraum von einem Monat. Bisher gab es nach Angaben der Behörde noch nie einen Fall, in dem ein Mitgliedstaat vom EuGH verhängte Strafen nicht zahlte. Zahlungen wie diese fließen in den EU-Haushalt.

Weitere Strafen drohen Warschau, weil es eine andere Anordnung des EuGH zur polnischen Justizreform nicht umsetzt. Deshalb wird seit dem 3. November eine Million Euro täglich fällig. Eine offizielle Zahlungsaufforderung dazu verschickte die EU-Kommission noch nicht. EU-Justizkommissar Dider Reynders stellte jedoch kürzlich in der „Financial Times“ in Aussicht, dass bald eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 69 Millionen Euro nach Warschau geschickt werden könnte.

Wegen des qualvollen Todes von 39 Menschen in einem Lastwagen in Großbritannien sind mehrere Schlepper in Belgien verurteilt worden. Ein Gericht in Brügge verhängte heute eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren gegen eine angebliche Schlüsselfigur der Gruppe, wie die Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Die Beschuldigten vor Gericht
APA/AFP/Belga/Kurt Desplenter

Der vietnamesische Mann muss zudem eine Strafe von 920.000 Euro zahlen, und rund 2,3 Millionen Euro werden beschlagnahmt. 17 weitere Menschen wurden den Angaben zufolge zu Haftstrafen zwischen einem und zehn Jahren verurteilt. Die Menschenschleuser sollen für den Tod der 39 Menschen, darunter auch Minderjährige, an Bord des Lkw verantwortlich sein.

Der Tod der acht weiblichen und 31 männlichen Opfer aus Vietnam hatte im Oktober 2019 für Entsetzen gesorgt. Ihre Leichen wurden in Grays im Südosten Englands im Anhänger eines Lastwagens entdeckt, der aus Belgien kam. Für die Überfahrt hatten sie jeweils mehr als 10.000 Euro bezahlt.

Fachleuten zufolge war die Temperatur in dem versiegelten Container auf bis zu 40 Grad gestiegen. Die Menschen hatten keine Überlebenschance. Andere Mitglieder der Schleusergruppe wurden in dem Fall bereits zu langen Haftstrafen in Großbritannien verurteilt, unter anderem der Fahrer des Lasters und zwei weitere Anführer der Schleuserorganisation.

Parteiinterne Gegnerinnen und Gegner des britischen Premiers Boris Johnson wittern ihre Chance zur Rebellion. Wie mehrere britische Medien in der Nacht auf heute berichteten, wollen zahlreiche Abgeordnete seiner Konservativen Partei dem Regierungschef das Misstrauen aussprechen.

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EU

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will während des französischen EU-Ratsvorsitzes die Weichen für ein zukunftsfähiges, starkes und unabhängiges Europa stellen.

Es gelte, die drei großen Versprechen der Europäischen Union von Demokratie, Fortschritt und Frieden neu zu verankern, sagte Macron heute im EU-Parlament in Straßburg. Dazu müsse die Rechtsstaatlichkeit als Grundsatz verteidigt werden, ansonsten drohe Willkür.

Klima, Digitalisierung, Sicherheit

Als aktuelle Herausforderungen benannte Macron den Klimawandel, die Digitalisierung sowie die Frage von Sicherheit und Frieden in Europa. Die EU dürfe nicht bloß auf Krisen reagieren, sondern müsse vorausschauend handeln und dürfe ihre Zukunft nicht von Entscheidungen anderer Länder abhängig machen.

Macron will zudem Umweltschutz und das Recht auf Abtreibung in die europäische Grundrechtecharta aufnehmen. „Ich möchte, dass wir diese Charta aktualisieren, um expliziter auf den Schutz der Umwelt und die Anerkennung des Rechts auf Abtreibung einzugehen“, sagte er.

Es gehe darum, die Menschen wieder neu vom Wert des Rechtsstaats und der Demokratie in der Europäischen Union zu überzeugen. „Zu diesem Zweck möchte ich unsere Werte als Europäer stärken, die unsere Einheit, unseren Stolz und unsere Stärke begründen“, sagte Macron. Auf EU-Ebene will sich Macron außerdem für eine Frauenquote in Unternehmensvorständen einsetzen.

Pläne für Ratsvorsitz

Frankreich werde im Rahmen seines EU-Ratsvorsitzes starke Schritte unternehmen, um die Einkommensungleichheiten zwischen Männern und Frauen zu reduzieren und um gegen jede Form der Diskriminierung vorzugehen. Daneben werde man sich für einen europäischen Mindestlohn und mehr Rechte für Angestellte von digitalen Plattformen einsetzen.

Frankreich hatte am 1. Jänner den alle sechs Monate wechselnden Vorsitz im EU-Ministerrat übernommen. Im Anschluss an seine Grundsatzrede stellte sich Macron den Fragen der Abgeordneten.

Die EU-Kommission könnte im Streit über ein grünes Label für Atomkraft und Gas rasch entscheiden. Der EU-Kommissionsvertreter Martin Selmayr sagte heute bei einem Pressegespräch in Wien, dass der Text voraussichtlich „in den nächsten Tagen verabschiedet wird“.

Selmayr sieht geringe Chancen für Klage

Bis Freitag können die EU-Mitgliedsstaaten, darunter Österreich, noch ihre Stellungnahmen abgeben. Selmayr sieht die von Österreich in Aussicht gestellte Klage gegen die Taxonomie für Finanzinvestitionen im Energiebereich als nicht erfolgsversprechend an.

„Das wird genauso ausgehen wie das Verfahren Hinkley Point.“ Der Europäische Gerichtshof hatte die Klage Österreichs gegen staatliche Beihilfen für das britische AKW abgelehnt.

Der EU-Kommissionsvertreter zeigte sich zuversichtlich, dass vielmehr rund 20 EU-Staaten den Vorschlag der EU-Kommission für die Taxonomie unterstützen werden, wobei es im Gegenzug mindestens 20 Staaten brauchte, um ihn im EU-Ministerrat abzulehnen.

Für Österreich „im Prinzip“ keine Änderungen

Für Österreich ändere die Taxonomie „im Prinzip gar nichts“, so Selmayr. Österreich müsse deshalb nicht Atomkraft nutzen oder AKWs bauen. Österreichische Steuerzahler müssten auch nicht Atomenergieprojekte in anderen EU-Staaten mitfinanzieren. Banken könnten über ihre Investitionen selbst entscheiden und würden zu nichts gezwungen.

Selmayr sagte, in Fragen des Klimaschutzes und der Erreichung des Pariser Abkommens im Einklang mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne) zu sein. In Österreich sei mit dem Thema Atomkraft „kein Blumentopf zu gewinnen. Ich persönlich bin auch Atomkraftgegner“, sagte er.

In Österreich würden aber auch nicht die Bedingungen gewürdigt, welche die EU-Kommission für grüne Investitionen stelle, etwa obligatorische Stresstests, die Klärung von Endlagern. Viele Atomkraftbefürworter würden sich sorgen, dass diese Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich zu erfüllen seien.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat im vergangenen Jahr für zwölf Reisen einen Privatjet genutzt. Das geht aus einer Antwort der EU-Kommission auf eine Anfrage des FDP-Europaabgeordneten Moritz Körner hervor.

Juncker häufiger unterwegs

2020 nutzte sie demnach viermal einen Privatjet – beziehungsweise ein „Lufttaxi“, wie es im EU-Amtsdeutsch heißt. Ihr Vorgänger Jean-Claude Juncker war in der Regel häufiger im Privatjet unterwegs, 2017 und 2018 beispielsweise jeweils 25-mal.

Allerdings ist von der Leyens Amtszeit stark von der Pandemie geprägt, weshalb viele Reisen wegfielen. Neben von der Leyen nutzte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell 2021 fünfmal einen Privatjet, die anderen Kommissare zweimal.

In der nun vorliegenden Auflistung der EU-Kommission umfasst eine Reise meist mehrere Flüge – also beispielsweise Hin- und Rückflug oder Zwischenstopps. Die Antwort der EU-Kommission liegt der dpa vor, zuvor hatte das ZDF („heute“) darüber berichtet.

Kritik an Flug Wien – Bratislava

Von der Leyen stand erst kürzlich wegen eines Ultrakurzflugs in einem Privatjet heftig in der Kritik. Sie war im Juni 2021 mit einem Charterjet von Wien aus in die keine hundert Kilometer entfernte slowakische Hauptstadt Bratislava geflogen. Der Flug dauerte nur knapp 20 Minuten.

Sport

Das erste Abfahrtstraining in Kitzbühel hat heute mit einer unerwarteten Attraktion aufgewartet. Bei strahlendem Sonnenschein fuhr Ex-Skistar Marcel Hirscher als Vorläufer über die Streif. Und das, als hätte der Technikspezialist nie etwas anderes getan. Ambitioniert und mit Vollgas nahm er die berüchtigte Abfahrt und unterzog die Skier seiner selbst gegründeten Marke einem absoluten Härtetest. Er plant drei weitere Starts.

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Erstmals seit der Saison 2006/07 haben sowohl Rekordsieger FC Bayern München als auch Borussia Dortmund im DFB-Pokal den Sprung ins Viertelfinale verpasst. Die Bayern hatte es bereits in der zweiten Runde gegen Borussia Mönchengladbach erwischt, für den BVB war gestern beim 1. FC St. Pauli Schluss. Zurück blieb ein ratloser Titelverteidiger.

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Wirtschaft

Moldawien droht eine Energiekrise: Der russische Energiekonzern Gazprom habe es abgelehnt, die Zahlung der Gasrechnung für Jänner aufzuschieben, teilte die Regierung des südeuropäischen Landes heute mit. Der stellvertretende Ministerpräsident Andrei Spinu sagte, sein Land sei nur in der Lage, 38 Mio. Dollar von einer Gesamtrechnung von 63 Mio. Dollar zu bezahlen.

Die Regierung kündigte an, sie werde das Parlament heute um die Verhängung des Ausnahmezustands ersuchen, der ihr weitreichende Befugnisse zur Verwaltung des Energiesektors einräumt. Dazu gehört etwa die Umstellung der Gasversorgung von der Industrie auf die Haushalte und die Verwendung von Haushaltsmitteln zur Bezahlung des Brennstoffs.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte heute in Moskau, die russischen Gasverkäufe an Moldawien seien eine kommerzielle Angelegenheit zwischen Gazprom und der ehemaligen Sowjetrepublik. Das Gas werde aber geliefert und müsse bezahlt werden.

Moldawien und Gazprom hatten erst Ende Oktober einen Lieferstreit beigelegt und einen Fünfjahresvertrag geschlossen, der am 1. November begann.

Die Wohnungspreise steigen – aber nicht nur für den alltäglichen Bedarf, sondern auch für die Freizeit. In 15 beliebten Skigebieten zogen die Preise für Eigentumswohnungen im zweiten CoV-Jahr 2021 im Schnitt um zwölf Prozent an – mit einigen Ausreißern.

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Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die T-Mobile Austria GmbH, zu der unter anderem die Marke Magenta gehört, wegen wettbewerbswidrigen Verhaltens geklagt. Das Oberlandesgericht (OLG) Wien gab der Klage des VKI rechtskräftig statt. In der Folge verstieß das Unternehmen jedoch mehrmals gegen das Urteil, der VKI brachte bereits zwei Exekutionsanträge ein. Nach einem aktuellen Gerichtsbeschluss muss T-Mobile nun 60.000 Euro Strafe zahlen. Der Exekutionsbeschluss ist nicht rechtskräftig.

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Chronik

Ein 36 Jahre alter Klagenfurter, der auf den neuen Freund seiner Ex-Partnerin eingestochen haben soll, ist heute am Landesgericht Klagenfurt zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann wurde schwer verletzt, auch die Frau erlitt Verletzungen. Der Angeklagte sprach von Notwehr.

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Die Eltern eines zu Tode geschüttelten Babys haben sich heute vor Gericht in Wien nicht geständig gezeigt. Der Vater ist wegen Mordes, die Mutter wegen Mordes durch Unterlassung angeklagt. Das Baby starb im Alter von knapp drei Monaten.

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Am 18. Jänner 2017 hat eine Lawine im italienischen Gran-Sasso-Massiv das Hotel Rigopiano unter sich begraben. 29 Menschen starben, neun weitere wurden in einer weltweit verfolgten Rettungsaktion lebend aus den unter meterhohem Schnee verschütteten Gebäuderesten gerettet. Mit einem Fackelzug, einem Gottesdienst und der Niederlegung von Blumen wird in der Gemeinde Farindola in der Region Abruzzen heute zum fünften Jahrestag der Opfer gedacht.

„Es war eine schreckliche Erfahrung, die bei uns allen einen tiefen Eindruck hinterlassen hat“, sagte der Präsident der alpinen Rettungsdienste der Abruzzen, Daniele Perilli.

Rettungsarbeiten beim Lawinenunglück in Rigopiano, 2017
AP/Soccorso Alpino

Angehörige und deren Vertreter erinnerten zum Jahrestag auch an die langwierige und nach wie vor nicht abgeschlossene juristische Aufarbeitung des Unglücks. „Wir haben fünf Jahre lang dafür gekämpft, unseren Engeln Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und dafür zu sorgen, dass sich das, was in Rigopiano geschehen ist, nie wiederholen wird“, schreiben die Organisatoren des Opferkomitees in einer Mitteilung.

Warten auf Gutachten

Es gehe zum einen darum, dass „eine italienische Tragödie, die hätte vermieden werden können und müssen, nicht in Vergessenheit gerät“ – zum anderen um die nach wie vor ausständige „Gerechtigkeit“. Das Jahr 2022 könne „das Jahr der Urteilsverkündung im Prozess gegen die 30 Angeklagten sein, denen Mord, mehrfache fahrlässige Körperverletzung, fahrlässige Katastrophe, Baumissbrauch und falsche Ideologie vorgeworfen werden“, schrieb die Nachrichtenagentur ANSA.

Der nächste Gerichtstermin am 28. Jänner steht unmittelbar bevor. Von insgesamt 30 Angeklagten haben laut ANSA 29 ein abgekürztes Verfahren gewählt – darunter Vertreter der Region Abruzzen, der Provinz Pescara, der Präfektur Pescara und der Gemeinde Farindola, einige Vertreter des zerstörten Hotels und sieben Beamte der Präfektur, „die der Irreführung in einem Akt beschuldigt werden, der später mit dem Hauptverfahren verbunden wurde“.

Allerdings dürfte sich auch das im Raum stehende abgekürzte Verfahren ziehen. ANSA-Angaben zufolge müssen zunächst noch Gutachten der Staatsanwaltschaft und der Verteidigung eingereicht werden.

Eine Ärztin aus Österreich ist im Münchner Flughafen gleich durch eine ganze Reihe erkennbar gefälschter Angaben zu Impfung, Test und Status einer Coronavirus-Infektion aufgefallen.

Aufmerksam auf die 70-Jährige wurde die Mitarbeiterin einer US-Fluglinie, die die Frau vor dem Check-in zum Abflug in die USA kontrollierte, wie die Polizei in München heute mitteilte.

Den von der Airline-Mitarbeiterin gerufenen deutschen Polizisten berichtete die Frau, sie dürfe nicht mit Biontech geimpft werden, weil sie „auf das Zeug“ allergisch sei. In ihrem Impfpass waren allerdings zwei Biontech-Impfungen eingetragen – mit den imaginären Daten 1.15.2021 und 3.26.2021. Erfolgt sein sollen diese in einer seit vier Jahren geschlossenen Düsseldorfer Arztpraxis.

Selbst ausgestellter Antigen-Test

Erklären konnte die Ärztin das nicht. Dafür zog sie einen negativen Antigen-Test aus der Tasche, den sie sich selbst ausgestellt und mit dem Zusatz versehen hatte, wegen gesundheitlicher Störungen nicht geimpft werden zu dürfen. Auch einen Nachweis über eine angeblich überstandene Infektion mit der „Bildung neutralisierender Antikörper“ hatte die Frau parat.

Als die Ermittler sie auf der Wache detailliert zu den widersprüchlichen und erkennbar falschen Angaben befragen wollten, sei sie in Schweigen verfallen. Auf die Frau wartet nun ein Verfahren wegen Urkundenfälschung.

Kultur

Der französische Schauspieler Gaspard Ulliel ist heute an den Folgen eines Skiunfalls gestorben. Das berichtete unter anderem die Zeitung „Le Parisien“ (Onlineausgabe) mit Verweis auf eine von Ulliels Familie von seinem Agenten übermittelte Erklärung.

Der 37-Jährige wurde gestern Nachmittag nach einem Zusammenstoß mit einem anderen Skifahrer im Skigebiet La Rosiere schwer verletzt in die Universitätsklinik von Grenoble eingeflogen. Dort sei er laut „Le Parisien“ an den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas verstorben.

„Wir verlieren einen französischen Schauspieler“, teilte Frankreichs Premier Jean Castex auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Ulliel wuchs Castex zufolge „mit dem Kino auf, und das Kino wuchs mit ihm auf. Wir werden seine schönsten Interpretationen von nun an schweren Herzens sehen.“

Cesar für Hauptrolle in „Mathilde“

Ulliel wurde am 25. November 1984 in der Nähe von Paris geboren und erlangte unter anderem mit dem Film „Mathilde – eine große Liebe“ von Jean-Pierre Jeunet Bekanntheit. 2005 erhielt er für seine Rolle in dem Film einen Cesar als bester Nachwuchsschauspieler. Internationale Aufmerksamkeit bekam er zudem als junger Hannibal Lecter in „Hannibal Rising“ von Peter Webber aus dem Jahr 2007. Preisgekrönt war auch Ulliels Verkörperung des jungen Yves Saint Laurent in „Saint Laurent“ von Bertrand Bonello, für die er den Prix Lumieres als bester Darsteller erhielt.

Zuletzt wurde er als Hauptdarsteller in „Einfach das Ende der Welt“ des Frankokanadiers Xavier Dolans 2017 mit dem Cesar als bester Schauspieler gewürdigt.

Als Parabel auf glattem Eis inszenierte Martin Kusej Puccinis „Tosca“ bei der Premiere im Theater an der Wien gestern Abend. Seinen modernen und entfremdeten Figuren diente eine Schneelandschaft samt ausrangiertem Wohnwagen als Szenerie.

Eiswelt statt Palazzo

Als Hintergrund drohte darin ein kahler Baum, an dem Leichenteile hingen: Von Puccinis Palazzo Farnese und der Kirche Sant’Andrea della Valle blieb beim Direktor des Burgtheaters nichts übrig.

Puccini geriet hier eher in die Nähe von Samuel Becketts entfremdeter Stückewelt, denn zum prächtig ausstaffierten 18. Jahrhundert. Für diesen Eindruck sprach auch ein Eingriff zum Beginn: Das Scarpia-Motiv zum Auftakt wurde bei Kusej durch eine Tonbandspur ersetzt, auf der Wind heulte.

Die lettische Sopranistin Kristine Opolais stellte die Tosca als verunsicherte Figur dar, der Bass Gabor Bretz als wenig schurkischer, eher modern-abgründiger und brutaler Polizeichef Scarpia gegenüberstand.

Jonathan Tetelmann als herausragender Cavaradossi

Und schließlich ergänzte der junge chilenisch-amerikanische Tenor Jonathan Tetelmann als revolutionär gesinnter Mario Cavaradossi das Trio, wobei er gesanglich deutlich herausragte. Marc Albrecht sprang kurzfristig für den erkrankten Ingo Metzmacher ein, um das ORF-Radio-Symphonieorchester durch diesen unterkühlt-innovativen Puccini-Abend zu dirigieren.

Szene aus „Tosca“
Monika Rittershaus

Am 28. Jänner ist eine Aufzeichnung der Inszenierung mit neun Kameras ab 21.20 Uhr in ORF2 zu erleben. Ö1 sendet am 5. Februar ab 19.30 Uhr einen Mitschnitt.

Das österreichische Filmschaffen wird bei der anstehenden 72. Berlinale stark vertreten sein. Allen voran wird Ulrich Seidl mit seinem neuen Spielfilm „Rimini“ über einen einst gefeierten Schlagerstar im Wettbewerb um einen der Bären ringen, wie heute bei der Präsentation enthüllt wurde. Auch Ruth Beckermann und Kurdwin Ayub stellen neue Arbeiten bei der Berlinale vor.

Seidls Film rittert mit 18 Werken im Wettbewerb um die Goldenen und Silbernen Bären. Darunter finden sich sieben Regisseurinnen, etwa die deutsche Filmemacherin Nicolette Krebitz, die sich bei „AEIOU – Das schnelle Alphabet der Liebe“ auf ihre Hauptdarstellerin Sophie Rois verlassen kann, und die Französin Claire Denis, die bei „Avec amour et acharnement“ (Both Sides of the Blade) auf Juliette Binoche setzt.

Bereits bekannt war, dass Francois Ozon sein neues Werk, die Fassbinder-Adaption „Peter von Kant“, als Eröffnungsfilm zur Weltpremiere bringen und damit auch am internationalen Wettbewerb teilnehmen wird.

Drei heimische Produktionen in „Encounters“

Gleich drei heimische Beiträge treten in der Sektion „Encounters“ an. Beckermann präsentiert hier ihren Dokumentarfilm „Mutzenbacher“, in dem sie den Roman Felix Saltens als Ausgang für eine Erkundung der Prostitution von damals und heute nimmt.

Ayub stellt hier „Sonne“ über drei Wiener Teenagerinnen vor, die in einen Social-Media-Sturm geraten. Und schließlich spielt die Komödie „A Little Love Package“ des gebürtigen Argentiniers Gaston Solnicki, eine österreich-argentinische Koproduktion, in einem als zeitlos charakterisierten, surrealen Wien.

Jury unter Vorsitz von M. Night Shyamalan

Entschieden über die Bären wird wieder von der Jury unter ihrem heurigen Präsidenten M. Night Shyamalan, dem legendären Horrorregisseur („The Sixth Sense“). Bereits fest steht dabei, dass Frankreichs Leinwanddiva Isabelle Huppert den Goldenen Ehrenbären der Berlinale für ihr Lebenswerk bekommen und mit einer Auswahl ihrer Filme geehrt wird.

Insgesamt sind bei der Berlinale 2022 nun 256 Lang- und Kurzfilme zu sehen. Die Kapazitäten in den Kinos werden begrenzt und eine allgemeine 2-G-Plus-Regel verordnet. Eröffnet soll wie geplant am 10. Februar werden, die Preisverleihung wurde indes auf den 16. Februar vorgezogen. Danach soll es mehrere Publikumstage bis zum 20. Februar geben.

Leute

Der einflussreiche Modejournalist Andre Leon Talley ist tot. Der erste afroamerikanische Kreativdirektor der US-„Vogue“ verstarb gestern in einem New Yorker Spital, wie das Onlineportal TMZ berichtete. Er wurde 73 Jahre alt, die Todesursache ist unklar. Sein Literaturagent bestätigte Talleys Ableben.

Andre Leon Talley
AP/Seth Wenig

Talley war in der Modeszene für seine herausragende Persönlichkeit, seine unverblümte Sprache und seinen extravaganten Modestil – der bunte Statement-Kaftans, Hüte und Roben einschloss – bekannt. Talley habe seine sechs Jahrzehnte umfassende Karriere dazu genützt, um sich für „Diversität auf dem Laufsteg, aber auch hinter den Kulissen der Modewelt“ einzusetzen, schrieb der „Guardian“.

Memoiren sorgten für Aufsehen

Die US-amerikanische „Vogue“ machte ihn in den 1980ern erst zum Verantwortlichen der Modenachrichten und 1988 bis 1995 zum Kreativdirektor der Publikationen. Er arbeitete damit Seite an Seite mit der Chefredakteurin Anna Wintour. 1998 bis 2013 kehrte Talley, der auch für die „New York Times“, „W“ und „Women’s Wear Daily“ tätig war, als Editor-at-Large zur „Vogue“ zurück.

Für Aufsehen sorgte seine 2020 erschienene Autobiografie „The Chiffon Trenches“, in der er unter anderem die Zusammenarbeit mit Wintour beschrieb und teils scharfe Kritik an der legendären Chefredakteurin übte. Ab 2008 beriet Talley die Obamas in modischen Angelegenheiten. Er war auch Juror bei „America’s Next Topmodel“ und hatte Gastauftritte bei Kultformaten wie „Sex and The City“.

„Niemand war grandioser“

Talleys Tod löste große Bestürzung aus. „Auf Wiedersehen, liebster Andre … niemand sah die Welt in einer glamouröseren Art und Weise, als du es getan hast“, schrieb die Designerin und enge Freundin Talleys, Diane von Fürstenberg. „Niemand war grandioser und gefühlvoller, als du es warst.“

Auch die US-Schauspielerinnen Viola Davis und Octavia Spencer zollten Talley ihre Anerkennung. „Ruhe in Frieden, König“, schrieb Davis unter ein Foto. „Meine Gedanken und Gebete sind bei seinen Angehörigen“, schrieb Spencer bei Twitter. Auch viele weitere Stars und Modeschaffende würdigten Talley in den sozialen Netzwerken.