COV Inland

Für das nach Ostern angekündigte schrittweise Ende des „Shut-down“ überlegt die Regierung die Ausdehnung der Maskenpflicht. „Was im Supermarkt Sinn macht, macht natürlich auch in anderen Bereichen des Lebens Sinn“, sagte Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gestern im Gespräch mit mehreren Tageszeitungen und der APA. Geprüft wird auch der Einsatz von Handytracking bzw. ein Schlüsselanhänger für Personen ohne Smartphone.

Kurz wollte sich am Wochenende zwar nicht auf einen verpflichtenden Einsatz der „Stopp Corona App“ des Roten Kreuzes festlegen, wie ihn etwa Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) befürwortete. Er bestätigte aber, auf Tracking und „Containment“ setzen zu wollen. Denn zusätzlich zum Tracking brauche es schnelle Tests und die sofortige Isolation aller Kontakte.

Das „Containment“ wird aus Sicht des ÖVP-Chefs eine von drei Begleitmaßnahmen für das schrittweise Wiederhochfahren des öffentlichen Lebens nach Ostern sein. Die anderen beiden sind laut dem Kanzler der Schutz gefährdeter Gruppen und älterer Menschen sowie das konsequente Abstandhalten und Maskentragen.

Schulen nach Ostern noch geschlossen

„Den Versuch eines vorsichtigen Fahrplans“ für die Lockerung des seit 16. März andauernden „Shut-down“ stellte Kurz neuerlich für Montag in Aussicht. „Klar ist, dass wir beim Handel mit dem Wiederhochfahren beginnen werden“, verwies Kurz auf die volkswirtschaftliche Relevanz. Schulen sollen erst später öffnen. Allerdings soll es laut Kurz flankierende Maßnahmen in der Kinderbetreuung geben, wenn die Eltern an die Arbeitsplätze zurückkehren. Details nannte er nicht.

Erstmals sind in Österreich weniger Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden als Genesene. Gestern (Stand: 8.00 Uhr) wurden vom Gesundheitsministerium im 24-Stunden-Intervall 354 neue Fälle ausgewiesen, während seit Freitagfrüh weitere 485 Personen als geheilt galten. Insgesamt waren zu diesem Zeitpunkt 2.507 Personen als wieder genesen bestätigt.

Unter Berücksichtigung der Genesenen und der 186 an oder mit Covid-19 Verstorbenen waren Samstagfrüh 8.832 aktive Fälle registriert. Am Vortag waren es in der Früh noch 8.981 gewesen. Damit gab es hierzulande erstmals seit Ausbruch der Coronavirus-Krise im Tagesschnitt erstmals keinen Anstieg, sondern in leichtes Minus von 1,66 Prozent.

Trend nach unten

Damit bestätigte sich ein positiver Trend, der sich im Kampf gegen das Coronavirus in der vergangenen Woche abgezeichnet hatte. Am vergangenen Samstag hatte die Steigerung der registrierten aktiven Fälle im Tageschnitt noch 8,1 Prozent ausgemacht. Am Montag lag sie bei 4,44 Prozent und sank seither kontinuierlich.

Erstmals keinen Anstieg gab es auch bei den Patienten, die einer intensivmedizinischen Betreuung bedurften. Mit 245 Personen (Stand: 9.30 Uhr) blieb deren Stand von Freitag auf gestern unverändert. Die Anzahl der Hospitalisierten sank im gleichen Zeitraum von 1.074 auf 1.071 (Stand: 9.30 Uhr).

Über 11.700 bestätigte Fälle

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle lag gestern Früh bei 11.781 (Stand: 9.30 Uhr). Das Gesundheitsministerium vermeldete überdies 104.134 durchgeführte Tests (Stand: 9.30 Uhr).

Gestern Nachmittag meldete das Ministerium auf seiner Website dann nur noch 11.665 bestätigte Fälle (Stand: 15.00 Uhr, laut EMS). Bei den Zahlen vom Nachmittag bezog sich das Ministerium allerdings auf das Epidemiologische Meldesystem (EMS). Bei dem offiziellen Register kann es laut Ministerium aber „zu Verzögerungen bei den Eintragungen kommen“.

Die in der Früh vermeldeten Zahlen wurden hingegen vom Innenministerium im Rahmen der Koordination des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements über eine Videokonferenz erhoben. Diese Zahlen können Fälle enthalten, die im EMS noch nicht erfasst sind.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Sechs weitere Tote in der Steiermark

Gestern Abend meldetet das Land Steiermark den Tod von sechs weiteren Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert hatten. Laut einer Information der Landessanitätsdirektion handelte es sich um einen Mann und fünf Frauen. Alle waren über 80 Jahre alt.

Der Bedarf nach einfachen Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS) und Atemschutzmasken für medizinisches Personal wird gleichermaßen weiter steigen. Bei Zweiteren jedenfalls ist Improvisieren kein guter Ratgeber. Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sprach gestern von einem internationalen Wettlauf um Schutzkleidung und von Qualitätsmängeln. Ergo würde man nun die heimische Produktion „anwerfen“, bald sollen österreichische Unternehmen 100.000 Stück der ersten Maske quasi „Made in Austria“ herstellen, das Ziel seien 500.000 pro Tag.

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COV Ausland

In den USA gibt es inzwischen mehr als 300.000 bekannte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging gestern aus Daten der Johns-Hopkins-Universität hervor. Knapp 8.200 Menschen seien in den USA infolge der von dem Virus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

In den USA gibt es mit rund 300.915 Infektionen deutlich mehr bekannte Fälle als in jedem anderen Land der Welt. Das Virus verbreitet sich weiterhin rasant. Bisher sind der Staat New York und die gleichnamige Ostküstenmetropole am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Allein dort gab es bisher rund 114.000 bekannte Infektionen und rund 3.600 Tote.

Gouverneur erwartet Gipfelpunkt in einer Woche

Nach Einschätzung von Gouverneur Andrew Cuomo steuert New York dabei auf den Gipfelpunkt der Epidemie zu. Auf Basis verschiedener Projektionen erwarte er das in etwa einer Woche, sagte er bei seiner täglichen Pressekonferenz. „Mir wäre lieber, der Gipfelpunkt wäre morgen. Ich will, dass das alles vorbei ist.“

Der Ostküstenstaat ist derzeit mit seinen Infiziertenzahlen das Zentrum der Coronavirus-Krise in den USA – auch weil dort deutlich mehr getestet wird als in anderen Bundesstaaten.

Als erste italienische Region führt die Lombardei eine Mundschutzpflicht für alle Bürgerinnen und Bürger ein, die ihre Wohnung verlassen. Sollten die Menschen über keine Maske verfügen, müssen sie sich mit einem Schal oder einem Tuch Nase und Mund bedecken, hieß es in einem Erlass der lombardischen Regierung, die heute in Kraft tritt.

Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte müssen Kunden Wegwerfhandschuhe und Desinfizierungsmittel zur Verfügung stellen. Blumenhändler dürfen offen halten. Sport darf nur in einem Umfeld von 200 Metern von der eigenen Wohnung betrieben werden. Hundebesitzer dürfen nur im Umkreis von 200 Metern von der eigenen Wohnung mit ihrem Vierbeiner spazieren gehen, geht aus dem Erlass hervor.

Auch die norditalienischen Region Venetien hat noch einmal die Maßnahmen zur Eingrenzung der Coronavirus-Pandemie verschärft. Vorgesehen sind Neuerungen wie die Schließung der Supermärkte am Sonntag. In Supermärkten dürfen Kunden nur dann einkaufen, wenn sie Schutzmaske und Handschuhe tragen.

Zahl der Intensivpatienten gesunken

Erstmals seit gut einem Monat ist die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Intensivpatienten in Italien gesunken. 3.994 Menschen würden derzeit auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als am Vortag, sagte gestern Zivilschutzchef Angelo Borrelli.

„Das sind sehr wichtige Neuigkeiten, denn das verschafft unseren Krankenhäusern eine Atempause“, sagte Borrelli. In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei hätten etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen können.

Dubai hat im Kampf gegen das Coronavirus eine zweiwöchige Ausgangsbeschränkung erlassen. Die Maßnahme gelte ab sofort, berichtete gestern die staatliche Nachrichtenagentur WAM unter Berufung auf die zuständigen Behörden.

Verlassene Staren in Dubai
APA/AFP/Karim Sahib

In den 14 Tagen solle das Emirat „desinfiziert“ werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. In Dubai sind nach offiziellen Angaben 1.505 Menschen mit dem Virus infiziert.

Emirate wollen Expo in Dubai verschieben

Wegen der Pandemie wollen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) auch die ab Herbst in Dubai geplante Weltausstellung Expo 2020 um ein Jahr verschieben. Eine entsprechende formelle Anfrage sei von der Regierung des Landes gestellt worden, hieß es in einer Erklärung der Expo-Veranstalter.

Die Weltausstellung solle nun vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 in Dubai stattfinden. Die Veranstaltung solle dabei aber weiter unter dem Titel Expo 2020 laufen. In Dubai finden jedes Jahr Hunderte Konferenzen und Veranstaltungen statt. Für die auf sechs Monate angelegte Expo 2020, die ursprünglich am 20. Oktober dieses Jahres starten sollte, hoffte die Stadt auf 25 Millionen Besucher.

In den VAE haben sich offiziellen Angaben zufolge bisher 1.505 Menschen mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. An der dadurch ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 starben zehn Menschen.

Wegen der verheerenden Coronavirus-Krise wendet sich die britische Königin Elizabeth II. heute Abend mit einer Ansprache an die Britinnen und Briten. Die erst vierte Ansprache dieser Art in der 68-jährigen Regentschaft der Queen wird im Fernsehen ausgestrahlt. Die Botschaft der 93-jährigen Königin in diesen Krisenzeiten war in Schloss Windsor aufgenommen worden.

Die Ansprache der Queen soll sich an die Menschen in Großbritannien und im gesamten Commonwealth richten. Traditionell hält die Königin eine Weihnachtsansprache, ansonsten aber hält sie sich mit solchen Auftritten sehr zurück.

Außergewöhnliche Ansprachen wie die jetzt hielt sie bisher erst drei Mal: 1991 zum Golfkrieg, 1997 zum Tod von Prinzessin Diana und 2002 nach dem Tod ihrer Mutter, „Queen Mum“. In Großbritannien war die Zahl der Corona-Toten am Samstag um über 700 binnen eines Tages auf mehr als 4300 gestiegen. Die Zahl der Infizierten lag bei rund 42.000.

Inland

Das dritte Coronavirus-Paket der türkis-grünen Koalition hat gestern Nachmittag auch den Bundesrat passiert und damit die letzte parlamentarische Hürde genommen. Neben ÖVP und Grünen stimmte auch die SPÖ zu und ermöglichte die nötige Zweidrittelmehrheit, lediglich die FPÖ wandte sich dagegen. NEOS, im Nationalrat ebenfalls ablehnend, ist im Bundesrat nicht vertreten.

Wie schon der Nationalrat gestern tagte auch der Bundesrat in reduzierter Besetzung, um die Infektionsgefahr zu minimieren. Lediglich 35 der 61 Mandatare der Länderkammer waren anwesend. Die meisten trugen Mund-Nasen-Schutz, lediglich die Freiheitlichen verweigerten diesen erneut.

Die FPÖ erneuerte auch ihre Kritik daran, dass das Paket in Form von Sammelgesetzen zur Abstimmung stand. Der blaue Bundesrat Josef Ofner sprach deshalb von einer „alternativlosen Befehlsausgabe“ der Regierungsfraktionen. Die Vorschläge der Opposition würden hingegen ignoriert. Seitens der Regierung warben ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann und Alma Zadic (Grüne) um Verständnis und Zustimmung.

Fonds werden aufgestockt

Durch das Paket wird etwa der Covid-19-Krisenbewältigungsfonds von vier auf 28 Mrd. Euro aufdotiert und der Härtefallfonds von einer auf zwei Milliarden aufgestockt. Sonderzuwendungen, die wegen Leistungen während der Coronavirus-Krise ausgeschüttet wurden, werden bis zu 3.000 Euro steuerfrei gestellt.

Im Sinne der Mieter werden Delogierungen während der Krise verboten. Auch Klagen wegen nicht bezahlter Mieten sind unzulässig. Kredite von Verbrauchern und Kleinstunternehmen müssen drei Monate lang gestundet werden. Ein Hilfspaket wird auch Zeitungen und Privatsendern zugestanden.

EU

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in der Corona-Krise für massive Investitionen in den EU-Haushalt ausgesprochen. „Wir brauchen einen Marshall-Plan für Europa“, schreibt sie in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Der EU-Haushalt sei in allen Mitgliedsstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden.

Der Marshall-Plan war ein milliardenschweres Hilfsprogramm der USA, mit dem das vom Zweiten Weltkrieg gezeichnete Westeuropa wieder auf die Beine kam.

Von der Leyen zeigte sich zuversichtlich, dass sich Europa bald wieder erholen werde: „Die vielen Milliarden, die heute investiert werden müssen, um eine größere Katastrophe abzuwenden, werden Generationen binden.“ So könne auch in der Krise das Gefühl der Gemeinschaft unter den Nationen Europas erneuert werden.

Ausland

In Großbritannien hat die wichtigste Oppositionspartei Labour gestern Keir Starmer zum neuen Parteichef ernannt. Er folgt Jeremy Corbyn nach, der nach der Niederlage bei der Parlamentswahl Mitte Dezember seinen Rückzug angekündigt hatte.

Neuer Labour-Chef Keir Starmer
Reuters/Simon Dawson

Starmer setzte sich in der Abstimmung gegen die Corbyn-Vertraute Rebecca Long-Bailey und gegen Lisa Nandy durch. Er war früher Chef der britischen Staatsanwaltschaft. Im Rennen um die Corbyn-Nachfolge versuchte er, Corbyns linkes Lager für sich zu gewinnen, ohne gemäßigtere Mitglieder zu verschrecken.

In seiner ersten Ansprache als neuer Labour-Chef entschuldigte er sich für den Antisemitismus in seiner Partei. „Im Namen von Labour entschuldige ich mich“, sagte der Politiker im britischen Fernsehen. Der frühere Chef der Staatsanwaltschaft, der sich entschieden gegen den inzwischen vollzogenen Brexit eingesetzt hatte, stellte konstruktive Gespräche mit dem konservativen Premierminister Boris Johnson in Aussicht.

Debakel bei Wahl im Dezember

Die Labour-Partei hatte bei der Parlamentswahl im Dezember ihr schlechtestes Ergebnis seit 1935 eingefahren und viele ihrer Hochburgen an die konservativen Torys verloren. Der 70-jährige Corbyn, der seit 2015 an der Parteispitze stand, kündigte daraufhin seinen Rückzug an.

Viele Labour-Anhänger machten ihn wegen seiner unklaren Position zum Brexit für die Wahlschlappe verantwortlich. Bis Donnerstag konnten die 600.000 Parteimitglieder nun über seine Nachfolge abstimmen.

Nach dem tödlichen Messerangriff gestern im Zentrum der Stadt Romans-sur-Isere im Südosten Frankreichs hat die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Wie die Behörde mitteilte, werde nun wegen Mordes und versuchten Mordes im Zusammenhang mit einer kriminellen, terroristischen Vereinigung ermittelt.

Auch Frankreichs Innenminister Christophe Castaner sprach von einem „terroristischen“ Angriff. Präsident Emmanuel Macron verurteilte die „schreckliche Tat“. Bei dem Angriff wurden zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt, zwei von ihnen schwer.

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich nach Angaben der Anti-Terror-Staatsanwaltschaft um einen Mann sudanesischer Abstammung handeln, der 1987 geboren wurde. Bei der Hausdurchsuchung seien Dokumente mit religiösem Inhalt gefunden worden, in dem sich der Mann unter anderem darüber beschwere, dass er in einem Land der Ungläubigen lebe. Der Mann war der Polizei bisher nicht bekannt.

Der frühere honduranische Präsident und Fußballfunktionär Rafael Callejas ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Seine Partei Partido Nacional veröffentlichte gestern auf dem Kurznachrichtendienst Twitter eine entsprechende Mitteilung seiner Witwe Norma Gaborit de Callejas.

Zu den Umständen gab es keine Angaben. Örtliche Medien berichteten unter Berufung auf einen Cousin des Ex-Präsidenten, bei Callejas sei im Jahr 2018 Leukämie festgestellt worden. Er starb laut den Berichten in den USA.

Der konservative Callejas war bereits während der Militärdiktatur Ende der 1970er Jahre Landwirtschaftsminister gewesen, bevor er das mittelamerikanische Land von 1990 bis 1994 regierte. Später war er viele Jahre lang Chef des Honduranischen Fußballverbands (FENAFUTH).

Nach Korruptionsskandal von FIFA gesperrt

Im Jahr 2015 wurde er im Rahmen des großen Skandals im Internationalen Fußballverband (FIFA) der Korruption angeklagt. Vor einem Gericht in New York räumte er nach damaligen Angaben seiner Anwälte Betrug und Verschwörung ein.

Callejas soll für Fernsehrechte über die Qualifikationsspiele vor der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien 1,6 Millionen US-Dollar erhalten haben. Die FIFA sperrte ihn 2016 lebenslang für sämtliche Fußballtätigkeiten.

Hinweis

Hinweis zum Umgang von ORF.at mit statistischen Daten zur Coronavirus-Krise in Österreich: Es gibt auf Landes- und Bundesebene verschiedene staatliche Quellen, die in unterschiedlichem Rhythmus Daten zum Stand der Coronavirus-Krise veröffentlichen.

Dabei kann es zu plötzlichen Sprüngen in den Fallzahlen kommen, etwa weil viele Datensätze auf einmal ins Epidemiologische Meldesystem – eine zentrale medizinische Datenbank – eingetragen werden.

Anders als in Italien gibt es in Österreich derzeit keine täglich veröffentlichten maschinenlesbaren Berichte der verantwortlichen staatlichen Stelle, sodass alle Daten händisch eingeben werden müssen.

Verbindlich sind für ORF.at nach wie vor die halbtäglichen Meldungen der durchgeführten Tests, der bestätigten Infektionen und Todesfälle auf der Website des Gesundheitsministeriums. Gegen 8.00 Uhr werden die Anzahl der Tests vom Vortag sowie die aktuellen Summen von bestätigten Fällen und Todesfällen auf Bundes- und Landesebene veröffentlicht. Gegen 15.00 Uhr werden diese Zahlen und auch die Verlaufsgrafiken aktualisiert.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Nähere Informationen zu Quellen und Aktualisierungsrhythmus finden Sie in einem erläuternden Zusatzartikel.

Wirtschaft

Die US-Regierung will die amerikanische Öl- und Gasindustrie angesichts des jüngsten Preisverfalls mit allen verfügbaren Mitteln unterstützen. Falls es nötig sei, könnten neue Zölle auf Ölimporte erwogen werden, sagte Präsident Donald Trump gestern Abend. In der wichtigen Industrie stünden in den USA jetzt viele Arbeitsplätze auf dem Spiel. „Ich werde tun, was auch immer nötig ist“, sagte er.

Der Ölpreis ist zuletzt drastisch gefallen. Gründe waren vor allem ein Konflikt zwischen den Ölproduzenten Russland und Saudi-Arabien sowie die wegen der Coronavirus-Pandemie global gesunkene Nachfrage.

Die USA sind inzwischen auch ein großer Öl- und Gasproduzent. Analysten zufolge können die meisten amerikanischen Produzenten bei den gegenwärtigen Marktpreisen jedoch nicht rentabel produzieren. Anders als in Russland und Saudi-Arabien sind die meisten Ölförderer in den USA unabhängig vom Staat, weswegen sie bei anhaltenden Verlusten wohl bald die Produktion drosseln dürften.

OPEC+ berät über Drosselung der Förderung

Die Minister der OPEC+-Länder wollen nach Angaben der ölreichen Südkaukasus-Republik Aserbaidschan am Donnerstag über die Drosselung der Ölförderung beraten. Die zunächst für Montag angesetzte Videokonferenz werde um drei Tage verschoben, bestätigte das Energieministerium in Baku gestern.

Ziel der Videokonferenz werde eine neue Erklärung zur Zusammenarbeit sein, hieß es aus Aserbaidschan. Warum das Treffen verschoben wurde, gab das Ministerium nicht bekannt.

Vertreten sind in der OPEC+ die Länder der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) sowie weitere große Förderländer wie Russland. Bei der Videokonferenz soll die Frage einer Produktionskürzung zum Abbau der chronischen Überversorgung auf m Ölmarkt diskutiert werden.

Sport

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hat sich in seiner Funktion als Sportminister zur Lage in Zeiten der Coronavirus-Pandemie geäußert. In einer Pressekonferenz stellte Kogler gestern Spitzenathleten in Aussicht, bald wieder trainieren zu können. Zudem versprach er kleineren Vereinen finanzielle Hilfe. „Die Botschaft ist: Der Sport und die Vereine sind positiv im Visier und kommen dran“, so Kogler, der dabei ist, „Hilfsfonds zu konstruieren“

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Nach der Verschiebung der für Juni geplanten Länderspiele und auch ihrer EM-Play-offs im Zuge der Coronavirus-Pandemie spielt der Europäische Fußballverband (UEFA) laut dpa mit neuen Plänen für den Herbst, in dem es heiß hergehen könnte. Statt der ursprünglich sechs Länderspiele könnte das ÖFB-Team im September, Oktober und November gleich bis zu acht Partien absolvieren.

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Chronik

Ein 67-Jähriger ist gestern beim Bergsteigen in Tirol (Bezirk Reutte) tödlich verunglückt. Das teilte die Polizei am Abend in einer Aussendung mit. Der Deutsche stieg mit seinem 36-jährigen Sohn auf deutscher Seite zum Pilgerschrofen, einem Berg an der Grenze zu Österreich, auf.

Sie wollten die Zwölf Apostel zum Säuling überschreiten, kehrten aber wegen rutschiger und schwieriger Verhältnisse um. Der 67-Jährige verlor beim Rückaufstieg auf den Pilgerschrofen trotz Seilsicherung den Halt und stürzte 150 Meter über felsiges Gelände ab. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei mutmaßlichen kriminellen Organisationen in Mexiko sind 19 Menschen ums Leben gekommen. Die Sicherheitskräfte seien Freitagabend über den Vorfall in der Gemeinde Madera informiert worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft des nordwestlichen Bundesstaates Chihuahua gestern mit.

Dort hätten sie 18 Leichen und zwei bewaffnete Verletzte, von denen einer später im Krankenhaus gestorben sei, vorgefunden. Zudem seien 18 Waffen, zwei Granaten und zwei Fahrzeuge sichergestellt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittle gemeinsam mit der Armee.

Mexiko erlebt seit Jahren sehr hohe Gewaltraten, die zu einem großen Teil auf das Konto von Banden gehen, die in Drogenhandel, Entführungen und Erpressung verwickelt sind. Diese haben oft Verbindungen zu örtlichen Sicherheitskräften. Im vergangenen Jahr wurden in dem lateinamerikanischen Land fast 100 Mordopfer pro Tag registriert. Die meisten Verbrechen in Mexiko werden nie aufgeklärt, geschweige denn geahndet.

Nach dem gestrigen Einsturz eines mehrstöckigen Wohnhauses nach einer Gasexplosion nahe der russischen Hauptstadt Moskau ist die Zahl der Toten auf drei gestiegen. Mindestens sechs weitere Menschen wurden verletzt, meldete die russische Agentur Tass unter Berufung auf den Zivilschutz. Die Einsatzkräfte hätten mehrere Bewohner gerettet, die unter den Trümmern begraben waren.

Einsatzkräfte am Unfallort nach Gasexplosion in Moskau
APA/AFP/Kirill Kudrayavtsev

Die Explosion ereignete sich in einem fünfstöckigen Wohnhaus in Orechowo-Sujewo, einer Stadt 95 Kilometer östlich von Moskau. Der Pressedienst des Gouverneurs der russischen Hauptstadtregion veröffentlichte ein Bild des Gebäudes im Onlinedienst Instagram, das drei zerstörte Stockwerke des Wohnhauses zeigt.

Auf einem Video auf der Website der Zeitung „MK“ war die teilweise eingestürzte Fassade zu sehen, Schaulustige versammelten sich auf dem Rasen vor dem Gebäude.

In der russischen Hauptstadt gilt wegen der Coronavirus-Pandemie eine Ausgangssperre. Auch in anderen Gegenden des Landes wurde das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Um die Ausbreitung des Erregers einzudämmen, hat Präsident Wladimir Putin den April zu einem bezahlten arbeitsfreien Monat erklärt.

Kultur

Eigentlich hätte in diesen Tagen das Programm präsentiert werden sollen, doch wie viele andere Veranstaltungen haben jetzt auch die Tiroler Volksschauspiele Telfs für heuer abgesagt werden müssen. Es sei angesichts der aktuellen und zu erwartenden Lage unmöglich, das Theaterfestival ab Mitte Juli durchführen zu können, so die Verantwortlichen gestern.

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Der Lyriker, Essayist und Übersetzer Hans Raimund wird heute 75 Jahre alt. Der mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Autor wurde in Petzelsdorf bei Purgstall an der Erlauf (Niederösterreich) geboren. Viele Jahre verbrachte er in Oberitalien nahe Triest. Seit mittlerweile mehr als 20 Jahren lebt er als freier Schriftsteller in Hochstraß bei Lockenhaus im Mittelburgenland und zeitweise in Wien.

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Religion

Die an der Grabeskirche beteiligten Konfessionen haben für das Gotteshaus eine Ausnahme von den scharfen israelischen Restriktionen gegen die Coronavirus-Pandemie gefordert. Entsprechend den Ausnahmen für die Klagemauer sollten auch für die Grabeskirche Sonderregeln gelten, bestätigte gestern der Medienberater der katholischen Bischöfe in Israel, Wadie Abunassar, entsprechende Medienberichte.

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Lifestyle

Die Ausbreitung des Coronavirus und die Maßnahmen zur Eindämmung haben das Leben auf den Kopf gestellt – gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich, auf fast allen Ebenen des Alltags. ORF.at hat in den vergangenen Wochen verschiedene Aspekte beleuchtet und Infos zusammengetragen: von Gesundheit über Schule, Ängste und Sorgen bis zu Kultur und Unterhaltung.

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Leute

Die schwangere Verlobte des britischen Premierministers Boris Johnson hat nach eigenen Angaben eine Woche mit Symptomen der Lungenkrankheit Covid-19 im Bett verbracht. Das teilte Carrie Symonds (32) gestern auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit. Getestet worden sei sie aber nicht. „Nach sieben Tagen Ausruhen fühle ich mich stärker und bin auf dem Weg der Besserung“, so Symonds.

Schwanger zu sein mit Covid-19 sei offensichtlich beunruhigend, fügte die ehemalige Kommunikationschefin der Konservativen Partei hinzu und teilte eine Onlineinfobroschüre mit ihren Followern. „Bitte lesen Sie und befolgen Sie die aktuellsten Leitlinien, die ich sehr beruhigend fand“, schrieb sie.

Britischer Premier nach Erkrankung in Selbstisolation

Johnson (55) leidet an Covid-19 und hält sich seit mehr als einer Woche alleine in Selbstisolation in seiner Dienstwohnung in der Downing Street auf. Er wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Noch am Freitag berichtete er von Fieber, das er erst auskurieren müsse, bevor er wieder in die Öffentlichkeit gehen könne.

Johnson und Symonds hatten erst Ende Februar ihre Verlobung und die Schwangerschaft bekanntgegeben. Das gemeinsame Baby soll im Frühsommer auf die Welt kommen.

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