Ausland

Wegen der dramatischen Lage von Hunderten Menschen nach der Räumung des Lagers Lipa in Bosnien hat auch die EU-Kommission an die örtlichen Behörden appelliert, den Menschen Obdach zu geben. „Es ist klar, dass die praktische und unmittelbare Lösung ist, das Aufnahmezentrum in Bira wieder zu öffnen“, sagte Innenkommissarin Ylva Johansson heute in Brüssel.

Dort gebe es Heizung, Strom, fließendes Wasser und Plätze für 1.500 Menschen. Die EU habe bereits finanzielle Unterstützung gegeben und weitere zugesagt. So könne die Not der im Schnee gestrandeten Menschen gelindert werden, erklärte Johansson.

Lokale Behörden gegen nationale Regierung

Zuvor hatte auch die bosnisch-herzegowinische Regierung die Behörden des Una-Sana-Kantons dicht an der Grenze zu Kroatien aufgefordert, rund 900 Flüchtlinge aus dem früheren Flüchtlingscamp Lipa in Bihac unterzubringen. Die Kantonalbehörden hätten die Aufforderung aber umgehend abgelehnt, meldeten bosnische Medien.

„Wir rufen die nationalen und lokalen Behörden in Bosnien auf zusammenzuarbeiten, um diesen Menschen das Obdach zu geben, das sie verdienen“, hieß es dazu von der EU-Innenkommissarin.

Das Camp Lipa war vor einer Woche von der Internationalen Organisation für Migration (IOM) geräumt worden, weil die bosnischen Behörden es nicht winterfest gemacht hatten. Doch war zunächst auch kein Ersatz angeboten worden. Mehr als tausend Menschen waren in dem unwirtlichen Gelände 25 Kilometer südöstlich von Bihac ohne Obdach geblieben.

Die spanische Seenotrettung hat im Atlantik vor der spanischen Kanaren-Insel Gran Canaria etwa 150 Menschen aus drei Booten gerettet. Die Menschen aus Afrika seien zur Versorgung und Registrierung an Land gebracht worden, schrieb die Seenotrettung heute auf Twitter. Die Zahl der Menschen, die die lebensgefährliche Überfahrt von Afrika über den Atlantik Richtung der Inselgruppe wagen, ist in diesem Jahr stark gestiegen.

Nach Angaben des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNHCR wurden seit Jahresbeginn 22.249 Geflüchtete gezählt. Im Vorjahr waren es nur knapp 2.700. Wie viele Menschen auf See starben, ist nicht bekannt. Das UNHCR geht von mehr als 400 Todesopfern aus.

Die spanischen Kanaren-Inseln liegen im Atlantik nur etwa 100 Kilometer westlich der Küste Westafrikas. Allerdings ist der offene Atlantik für die kleinen und meist nur mit Außenbordmotoren angetriebenen Boote sehr gefährlich. Wer die Inseln verfehlt oder sich verirrt, hat kaum Überlebenschancen.

Die ägyptischen Behörden haben in den letzten Tagen des Jahres 62 weitere christliche Kirchen und kirchliche Gebäude baurechtlich anerkannt. Damit erhielten im Rahmen eines Legalisierungsverfahrens mittlerweile 1.800 christliche Kult- und Funktionsbauten im islamischen Ägypten eine offizielle Genehmigung.

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COV Ausland

In Norwegen muss man sich bei der Einreise ab dem 2. Jänner verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen. Der Test solle so schnell wie möglich auf dem Flughafen oder einem anderen Grenzübergang und spätestens einen Tag nach der Ankunft in dem skandinavischen Land vorgenommen werden, teilte die norwegische Regierung heute mit. Wer dagegen verstößt, riskiert ein Bußgeld. Von der Testpflicht ausgenommen werden Kinder unter zwölf Jahren.

Weitere Ausnahmen gibt es unter anderem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit kritischen Funktionen und Menschen, die über die Grenze pendeln. Mehrere kleinere Grenzübergänge sollen im Zuge der Maßnahme geschlossen werden.

Sorge vor Urlaubsheimkehrern

Norwegen habe gleich doppelt Sorge vor importierten Fällen, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg: Zum einen sorge man sich vor Ausbrüchen von neuen, mutierten Coronavirus-Varianten, die ansteckender als die bisherige Form sein könnten. Zum anderen kehrten nach Weihnachten viele Menschen aus Ländern mit deutlich höheren Infektionszahlen nach Norwegen zurück.

Norwegen ist bisher im europäischen Vergleich recht gut durch die Krise gekommen. Auf die Bevölkerung heruntergerechnet hat das Nicht-EU-Land neben Finnland, Island und Griechenland momentan eine der niedrigsten Neuinfektionszahlen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

Mehr als 130.000 Menschen in Deutschland sind bisher gegen das Coronavirus geimpft worden. Bis heute Früh wurden insgesamt 131.626 Impfungen an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl der Geimpften um 51.465. Diese Zahl könne allerdings auch Nachmeldungen enthalten und spiegle somit nicht die Zahl der an einem Tag tatsächlich Geimpften wider, betonte das RKI.

Unter den Geimpften sind 57.406 Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. 61.612 Personen erhielten die Impfung aus beruflichen Gründen, darunter fallen medizinisches Personal mit sehr hohem Ansteckungsrisiko sowie Personal in der Altenpflege. Insgesamt 31.250 Menschen wurden wegen ihres hohen Alters über 80 Jahre geimpft. Die meisten Impfungen wurden bisher in Bayern erfasst (28.206), gefolgt von 19.930 in Nordrhein-Westfalen.

Nach einem Besuch des Nikolaus sind in Belgien 26 Bewohner eines Altersheimes an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der als Nikolaus verkleidete Mann war Träger des Coronavirus, war sich aber seiner Infektion nicht bewusst, wie die flämischen Gesundheitsbehörden heute mitteilten. Er wurde erst später positiv getestet.

Derzeit sind in dem Altersheim in der Provinz Antwerpen 169 Menschen untergebracht, wie ein Mitarbeiter berichtete. 85 Bewohner und 40 Mitarbeiter hätten sich mit dem Coronavirus angesteckt.

Behörden: „Keine Gewissheit“ über Zusammenhang

Der als Nikolaus verkleidete Mann stattete den Bewohnern am 5. Dezember einen Besuch ab, wenige Tage später wurde der CoV-Ausbruch bemerkt. Der Virologe Marc Van Ranst deutete an, dass die Mehrheit der Infizierten im Pflegeheim „von derselben Quelle“ angesteckt worden sei. Der Sprecher der flämischen Gesundheitsbehörde, Joris Moonens, betonte jedoch, es gebe „keine Gewissheit“, dass der Nikolaus die Bewohner angesteckt habe.

Die Alters- und Pflegeheime in Belgien sind von der Coronavirus-Krise besonders stark betroffen: Seit Beginn der Pandemie starben 11.066 Heimbewohner mit dem Coronavirus. Das entspricht rund 57 Prozent aller Todesfälle im Land. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatte der belgischen Regierung im November die „Vernachlässigung“ von Altersheimen während der Pandemie vorgeworfen.

Die in Großbritannien aufgetretene Coronavirus-Mutation ist erstmals in China nachgewiesen worden. Sie sei bei einer 23-jährigen Studentin entdeckt worden, die von Großbritannien nach China zurückgekehrt sei, heißt es in einer Publikation der chinesischen Seuchenbehörde. Die Frau sei bereits am 14. Dezember in Schanghai getestet worden.

Zahlreiche Länder haben bereits das vereinzelte Auftreten der Mutation gemeldet. Experten befürchten, dass die Variante deutlich ansteckender sein könnte als die Ursprungsform des Coronavirus. Es gibt hingegen keine Hinweise, dass die Virusvariante für den Einzelnen gefährlicher wäre.

Mehr als 50 Länder haben wegen der im Oktober in Großbritannien entdeckten Virusvariante Reisebeschränkungen für das britische Königreich verhängt. China setzte am 24. Dezember Direktflüge von und nach Großbritannien auf unbestimmte Zeit aus.

Der Vatikan hat 10.000 Dosen des Coronavirus-Impfstoffs von Biontech/Pfizer bestellt. Das bestätigten heute interne Quellen. Das Kontingent reiche aus, um die rund 4.500 Mitarbeiter des Heiligen Stuhls und des Vatikan-Staats vor dem Coronavirus zu schützen.

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COV Inland

Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den abgelaufenen sieben Tagen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, liegt laut Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) bei 154 (Stand: heute, 14.00 Uhr). Damit stieg der Wert minimal. Am höchsten ist die Zahl derzeit in Salzburg (291) und Kärnten (202), am niedrigsten im Burgenland und in Wien (je 119).

Ministerien melden 2.913 Neuinfektionen

Das Gesundheits- und das Innenministerium vermeldeten 2.913 neu registrierte Coronavirus-Fälle (Stand: heute, 9.30 Uhr) innerhalb der letzten 24 Stunden. Landesweit starben laut AGES bisher 6.131 Personen an den Folgen von Covid-19. Derzeit befinden sich laut AGES 2.407 Erkrankte in Spitalsbehandlung, 395 davon auf der Intensivstation.

Das Berichtsschema der AGES zeigt die Zahlen vom Vortag – wie die Meldung der Ministerien. Wesentlicher Unterschied zu den Ministeriumsmeldungen: Laborbestätigte Fälle, Tote etc. werden nicht zum Meldezeitpunkt dargestellt, sondern zum Diagnose- bzw. Sterbedatum. In der Darstellung in ORF.at wird auch täglich transparent gemacht, welchen Tagen die neu gemeldeten Fälle zugeordnet werden.

Zahl der Genesenen in AGES-Daten korrigiert

Mit der Datenlieferung von Montag haben die zuständigen Gesundheitsbehörden rund 53.000 Genesene ins EMS nachgeliefert. Die Zahl der aktiven Fälle verringert sich entsprechend. Der wochenlange Datenrückstau bei den Genesenen ist damit korrigiert.

Karten, Grafiken und Informationen zu aktuellen Fällen und zum Epidemieverlauf in ORF.at/corona/daten

Erklärung für die Umstellung und die neue, genauere Zählweise in ORF.at/corona

Die bisherigen Rückmeldung der in Österreich gegen CoV geimpften Personen in Sachen Verträglichkeit sind „sehr positiv“. Das ließ Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Silvestertag per Aussendung wissen. Ehrliche Information, Aufklärung und Transparenz seien die wichtigsten Grundlagen für eine Impfentscheidung. Daher will Anschober jede Woche ein Update darüber geben, wie es den bisher geimpften Menschen geht.

Außerdem werde er über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse und Serviceangebote für die Bevölkerung informieren. Bisher erhielten mehr als 6.000 Personen in Alters- und Pflegeheimen bzw. Personal auf Covid-19-Stationen die Vakzine.

Jede Impfung kann, so der Minister, leichte Nebenwirkungen haben – eine Rötung, eine leichte Schwellung, leichtes Fieber, ein leichter Schmerz bei der Einstichstelle –, diese sollten über ein bis zwei Tage nicht hinausgehen. Sollten das aber der Fall sein, „ist es besonders wichtig, dass Nebenwirkungen von Impfstoffen gemeldet und bewertet werden“. Dadurch kann auch nach der Zulassung das jeweilige Nutzen-Risiko-Verhältnis kontinuierlich und umfassend weiter bewertet.

Nebenwirkungen können bei BASG gemeldet werden

In Österreich können Nebenwirkungen von Patienten und Patientinnen sowie Angehörigen freiwillig direkt an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) gemeldet werden. Meldepflicht gilt für Ärztinnen und Ärzte und Apotheken. „Zu empfehlen ist zuerst das Gespräch mit dem Arzt und dann dessen direkte Meldung im Bedarfsfall“, sagte Anschober.

Ruf nach früher Impfung von 24-Stunden-Betreuung

Die Wirtschaftskammer forderte indes, dass die rund 17.000 24-Stunden-Betreuerinnen in Niederösterreich so früh wie möglich gegen CoV geimpft werden. Damit sollen auch die etwa 8.500 betreuten Personen vor einer Infektion geschützt werden.

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Die SPÖ und FPÖ haben heute Kritik an Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) geübt. Konkret stießen sich die Oppositionsparteien an mehreren Aussagen, die der Minister in einem APA-Interview getätigt hatte.

Infektionszahlen drastisch senken

Anschober will die Zahl der CoV-Neuinfektionen im Jänner drastisch senken. „Mein persönlicher Traum wäre es, auf unter 1.000 Fälle pro Tag zu kommen“, sagte er. Bei der 7-Tage-Inzidenz sei das „Mindestziel“, auf unter 100 zu kommen (von derzeit rund 150). Den Reproduktionsfaktor will der Gesundheitsminister bei höchstens 0,8 sehen.

Zudem erklärte Anschober, dass der angepeilte Termin für das Auslaufen der derzeit gültigen harten Maßnahmen am 24. bzw. 18. Jänner aus derzeitiger Sicht halten werde. „Das ist das erklärte Ziel. Derzeit sieht es ganz danach aus“, so Anschober.

Zwar rechnet er fix mit Auswirkungen der Weihnachtsfeierlichkeiten auf die Neuinfektionszahlen. „Aber gleichzeitig haben wir die Lockdown-Regelung seit dem 26.12., und die wird sich stark auswirken. Das heißt: In Summe müsste es eine deutliche Reduktion des Ansteckungsgeschehens geben.“

Rendi-Wagner warnt vor „Weg in 4. Lockdown“

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner warnte dagegen davor, dass die aktuellen Zahlen von knapp 3.000 Neuinfektionen zu hoch seien. „Mit rund 3000 #Covid Fällen pro Tag sind die Zahlen zu hoch. Wenn die Infektionen in den nächsten 10 Tagen nicht unter 1000 sinken, braucht man über Lockerungen ab dem 18.1. erst gar nicht diskutieren. Das wäre der falsche Weg, der direkt in den 4. Lockdown führen würde“, schrieb sie auf Twitter.

„Glokalisierung“ nach der Pandemie

Zurückhaltend blieb Anschober gegenüber der APA bei der Frage, ob Weihnachten 2021 ein „normales“ sein könnte: „Ich traue mir da überhaupt keine Prognose zu. Ich hoffe darauf, dass wir in der zweiten Hälfte 2021 ein schrittweise einfacheres Leben haben und die Pandemie uns nicht mehr dominiert, sondern wir die Pandemie auf eine ganz kleine Ebene begrenzt haben.“

Grundsätzlich zeigte sich der Minister davon überzeugt, „dass die Welt nach der Pandemie nicht mehr so sein wird wie vor der Pandemie“. Er rechnet mit einer „Glokalisierung“: Zwar brauche es weiterhin dringend die Weltoffenheit auf der einen Seite, mit offenen Grenzen, aber auf der anderen Seite erwartet er auch eine stärkerer Regionalisierung in der Wirtschaft und beim Einkaufsverhalten.

Kickl: „Totalitärer Kurs des Machtrausches“

Diese Aussagen des Ministers ließen bei der FPÖ die Alarmglocken schrillen. „Am Ende des Jahres 2020 kündigt Minister Anschober bereits eine Verlängerung des Ausnahmezustandes für das gesamte Jahr 2021 an. Das bedeutet, dass die Regierung vorhat, unter dem Deckmantel des Coronavirus ihre Hinhaltetaktik fortzusetzen, weiterhin massiv in die Grund- und Freiheitsrechte der Österreicher einzugreifen, den Rechtsstaat weiter auszuhöhlen und die parlamentarisch-demokratische Kontrolle und Einbindung der Opposition weiter auszuhebeln. ÖVP und Grüne sind offensichtlich nicht bereit, von ihrem immer totalitäreren Kurs des Machtrausches auch nur einen Millimeter abzugehen, ganz im Gegenteil“, sagte FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl.

Heute sind die Termine für die nächsten Coronavirus-Massentests im Burgenland bekanntgegeben worden. Von 13. bis inklusive 17. Jänner können sich alle Burgenländerinnen und Burgenländer kostenlos testen lassen.

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Steiermark rüstet sich für Ansturm auf Tests

In der Steiermark laufen die Vorbereitungen für die CoV-Massentests im Jänner bereits auf Hochtouren. Die Behörden rechnen mit einem regelrechten Ansturm, weil sich viele „freitesten“ dürften.

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Salzburg rechnet mit weniger Andrang

In Salzburg kann man sich am letzten Tag des Jahres noch kostenlos testen lassen, danach besteht diese Möglichkeit erst nächste Woche wieder. Mit einem ähnlichen Andrang wie vergangene Woche vor Weihnachten rechnen die Behörden aber nicht.

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Inland

Ab dem Schuljahr 2021/22 starten an fünf Standorten von Bildungsanstalten für Elementarpädagogik (BAfEP) zusätzliche Kollegklassen. Damit schaffe die Bundesregierung rund 150 neue Ausbildungsplätze für Elementarpädagoginnen und Elementarpädagogen, kündigte ÖVP-Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) heute an. Die Plätze entstehen an den BAfEP Mureck, Hartberg, Oberwart, Ried und Wien-Favoriten.

„Die elementarpädagogischen Einrichtungen sind die erste Bildungseinrichtung im Leben eines Kindes. Hier passieren wichtige Lernprozesse, die die Kinder für ihre weitere Schullaufbahn prägen. Deshalb ist eine qualitativ hochwertige Ausbildung für das pädagogische Personal so wichtig“, so Faßmann in einer Aussendung.

„Die Elementarpädagogik in Österreich braucht noch viel mehr öffentliche Wertschätzung und professionelle Expertise, als sie derzeit hat. Mit den neuen Lehrgängen wollen wir Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Lebenserfahrungen für diesen wichtigen Beruf gewinnen“, ergänzte die grüne Bildungssprecherin Sibylle Hamann.

Wirtschaft

Auch die Börsen standen heuer im Bann des allumfassenden Themas: Die Coronavirus-Pandemie sorgte im Februar und März für Kurseinbrüche, die an die Finanzkrise 2009 gemahnten. Der Schock währte jedoch vielerorts nur kurz, DAX und Dow Jones etwa schlossen sogar mit einem Jahresplus. Weit weniger gut erging es dem heimischen ATX. Große Gewinner waren Gold, vielmehr aber noch die Digitalwährung Bitcoin.

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Ein Jahr nach der Abschaltung eines ersten Reaktorblocks wird im schwedischen Kernkraftwerk Ringhals ein weiterer Atomreaktor stillgelegt. Nach knapp 45 Jahren im Betrieb wird der Reaktor Ringhals 1 pünktlich zum Jahreswechsel in der Nacht auf morgen vom Stromnetz genommen, wie der Haupteigentümer Vattenfall ankündigte.

Der umfassende Rückbau von Ringhals 1 und 2 soll Anfang 2023 eingeleitet werden. Der gesamte Abriss dürfte nach Angaben von Vattenfall zwischen acht und zehn Jahre dauern.

Vattenfall hatte im Jahr 2015 beschlossen, die Reaktoren Ringhals 1 und 2 aus wirtschaftlichen Gründen vorzeitig abzuwickeln. Ringhals 2 war bereits Ende 2019 vom Netz gegangen. Die Reaktoren 3 und 4 sollen dagegen noch über Jahre Strom produzieren. Das Atomkraftwerk Ringhals liegt rund 60 Kilometer südlich von Göteborg. Nach Angaben von Vattenfall erzeugt das Kraftwerk derzeit etwa ein Sechstel des in Schweden verbrauchten Stroms.

Im Streit zwischen den USA und der Europäischen Union über Subventionen für die Flugzeughersteller Airbus und Boeing dreht die US-Regierung wieder an der Zollschraube. Auf Einfuhren von Flugzeugbauteilen, bestimmte Weine sowie Cognacs und andere Brände aus Deutschland und Frankreich würden nun Abgaben erhoben, teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) gestern (Ortszeit) mit.

Die EU habe zuvor Zölle gegen die Vereinigten Staaten falsch berechnet, die nach einem Urteil der Welthandelsorganisation (WTO) vom September im laufenden Streit zulässig waren. „Die EU muss Maßnahmen ergreifen, um diese Ungerechtigkeit auszugleichen.“

Hintergrund ist ein vor der WTO ausgetragener Streit über staatliche Hilfen für Airbus wie auch für den Rivalen Boeing. Die beiden Seiten werfen einander in dem seit 16 Jahren schwelenden Disput vor, ihren jeweiligen Flugzeugkonzerne rechtswidrig zu unterstützen und ihm damit einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

Den USA hatte die WTO im vergangenen Jahr grünes Licht für milliardenschwere Strafzölle auf Flugzeuge und andere EU-Importe wie Wein und Käse gegeben, die EU erhielt im Oktober die Genehmigung, im Gegenzug Einfuhren aus den Vereinigten Staaten höher besteuern zu dürfen.

Sport

Willi Ruttensteiner ist in Israel offiziell zum Teamchef aufgestiegen. Nachdem der Oberösterreicher das Amt seit dem Abgang Andreas Herzogs bereits interimistisch seit Juli innehatte, wurde er nun mit einem Vertrag bis Sommer 2022 ausgestattet.

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Immer wenn es im alpinen Weltcup auf den Abfahrtsstrecken so richtig zur Sache geht, sind Matthias Mayer und Vincent Kriechmayr zur Stelle. So auch in Bormio, wo die beiden gestern beim ersten ÖSV-Sieg in diesem Winter nur durch vier Hundertstelsekunden getrennt waren.

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Die SV Guntamatic Ried beginnt das Jahr 2021 mit einem neuen Trainer. Am Silvestertag gab der Bundesliga-Club bekannt, dass Miron Muslic die Nachfolge des am 15. Dezember beurlaubten Gerald Baumgartner antritt. Der 38-Jährige war zuletzt Cheftrainer beim FAC Wien. Gleichzeitig mit Miron Muslic wird Wolfgang Fiala seine Tätigkeit als Sportkoordinator bei Ried antreten. Beide werden am 4. Jänner offiziell vorgestellt.

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Auch nach der coronavirusbedingten Verlegung einer weiteren Partie will die englische Premier League die Saison nicht unterbrechen. „Die Premier League hat nicht über eine Pause der Saison diskutiert und hat keine Pläne, dies zu tun“, teilte die höchste Fußballliga Englands mit.

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Chronik

Schon in den vergangenen drei Tagen wurden Tourengeher von Lawinen erfasst und verschüttet. Heute kam es im Kärntner Maltatal erneut zu einem gefährlichen Vorfall. Zwei Männer und eine Frau dürften selbst eine Lawine losgetreten haben. Sie wurden teilweise verschüttet, konnten sich aber selbst befreien.

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Sosehr viele Menschen sich das Ende des Jahres herbeiwünschen, so unspektakulär wird der Jahreswechsel hierzulande in vielen Fällen über die Bühne gehen. Das Land befindet sich im Lockdown, große Partys sind verboten. Auch zu Mitternacht selbst dürfte es deutlich ruhiger werden als in den Vorjahren. Viele öffentliche Feuerwerke sind abgesagt. Und auch dem privaten Knallen ist vielerorts ein Riegel vorgeschoben.

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Zu zwei Großbränden haben Hunderte Feuerwehrleute in Niederösterreich binnen kurzer Zeit ausrücken müssen. Gestern brannte ein Wohnhaus in Leopoldsdorf, heute eine Scheune in Hofstetten-Grünau.

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Mehre Einsätze in Tirol

Auch in Tirol mussten die Tiroler Feuerwehren gestern und heute gleich zu mehreren Bränden ausrücken: In Ampass löste eine Silvesterrakete einen Vollbrand eines Heustadels aus, bei Haiming fing das Auto einer 18-Jährigen Feuer, in Stans brannte ein Holzanbau.

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Die Polizei hat in der Nacht auf heute eine verbotene Wohnungsparty in Bad Gastein (Salzburg) aufgelöst. Nachbarn hatten sich über den Lärm beschwert, bei der Kontrolle stellten die Beamten fest, dass es sich um insgesamt zwölf dänische und schwedische Skilehrer handelte.

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Der mit 93 gestandenen Morden von der Bundespolizei FBI als „schlimmster Serienmörder der USA“ bezeichnete Samuel Little ist tot. Er starb gestern Früh (Ortszeit) im Alter von 80 Jahren in einem Krankenhaus, wie die kalifornische Gefängnisbehörde mitteilte. Little hatte zuletzt in einer Haftanstalt des Westküstenstaates drei lebenslange Freiheitsstrafen ohne Bewährung verbüßt.

Serienmörder Samuel Little
APA/AFP

Der Mann war dem FBI zufolge 2012 zunächst wegen Drogendelikten gefasst worden. Anhand von DNA-Spuren stellten Ermittler dann die Verbindung zu drei Mordfällen her: Die Frauen waren in den Jahren 1987 bis 1989 in der Gegend um Los Angeles erwürgt worden. 2014 wurde Little dafür zu dreimal lebenslanger Haft verurteilt.

Im Jahr 2013 leitete die Polizei in Los Angeles Informationen an eine Abteilung des FBI weiter, die auf die Aufklärung von Seriengewaltdelikten spezialisiert ist. Deren Untersuchung stellte ein Muster fest, das Little mit einer Reihe weiterer Morde in Verbindung brachte.

Morde in 19 Bundesstaaten gestanden

Mit „Geständnisse eines Killers“ ist die im Oktober 2019 veröffentlichte Website des FBI überschrieben, die detailliert Auskunft über einige von Littles Vergehen zwischen 1970 und 2005 gibt. Der Großteil seiner Opfer waren Frauen. Zeichnungen bestätigter und mutmaßlicher Opfer sind zu sehen.

Einem Bericht der „Washington Post“ zufolge soll Little Morde in 19 US-Staaten gestanden haben. Fast die Hälfte seiner Opfer konnte laut dem Bericht noch nicht identifiziert werden. Littles Tod könnte diese Bemühungen nun weiter zurückwerfen, schrieb die Zeitung.

Science

2020 ist auch das Jahr von Georg Wilhelm Friedrich Hegel gewesen, der deutsche Philosoph wurde vor 250 Jahren geboren. Dass eines seiner schwierigsten Werke, die „Wissenschaft der Logik“, gerade in der Pandemiezeit Halt geben und sogar Trost spenden kann, meint der deutsche Kulturwissenschaftler Patrick Eiden-Offe – er las Hegel in einer Art Meditationsübung.

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Gesundheit

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Forschungsinstitut VIVIT in Dornbirn (Vorarlberg) haben gemeinsam mit Fachleuten aus Wien einen neuen CoV-Antikörper-Test entwickelt. Damit kann einfacher und genauer festgestellt werden, ob jemand schon mit dem Coronavirus infiziert war und deshalb schon Abwehrkräfte besitzt. Nach zwei Testreihen gehen die Forschenden von mindestens drei bis vier Monaten Immunität aus.

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Kultur

Der deutsche Komponist Paul-Heinz Dittrich ist tot. Er sei am Montag in Zeuthen bei Berlin 90-jährig verstorben, teilte die deutsche Akademie der Künste heute mit. Mit seinem Werk habe er die neuere Musikgeschichte entscheidend geprägt, hieß es. Er gelte als eine der prägendsten Künstlerpersönlichkeiten der vergangenen Jahrzehnte.

Dittrich studierte Komposition von 1958 bis 1960 als Meisterschüler bei Rudolf Wagner-Regeny. Seit 1983 war er Mitglied der Akademie der Künste der DDR und bildete bis 1991 Meisterschüler aus. Dittrich galt als wichtiger Vertreter der avancierten Musik in der DDR. Er vertonte Literatur unter anderem von Samuel Beckett, Franz Kafka, James Joyce, Heiner Müller und insbesondere von Paul Celan.

Er war Gastprofessor unter anderem in Freiburg/Breisgau (1979), Los Angeles (1980) und Tel Aviv (1990) sowie am IRCAM Paris (1984). Von 1990 bis 2002 war er Professor für Komposition an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. 1991 gründete er das Brandenburgische Colloquium für Neue Musik, das er bis 2000 leitete.

Der französische Schauspieler und Regisseur Robert Hossein ist tot. Er starb heute im Alter von 93 Jahren, wie seine Frau Candice Patou der Nachrichtenagentur AFP sagte. Hossein sei nach „Atemproblemen“ im Krankenhaus gestorben.

Der Regisseur Robert Hossein
APA/AFP/Alberto Pizzoli

Der am 30. Dezember 1927 als Sohn eines iranischen Komponisten geborene Hossein war über Jahrzehnte als Schauspieler erfolgreich und spielte unter anderem an der Seite von Brigitte Bardot. Als Regisseur machte er sich vor allem mit großen Bühnenproduktionen einen Namen.

Der breiten Masse als Schauspieler bekannt wurde er in den 1960er Jahren durch seine Rolle in den „Angelique“-Filmen. Als Regisseur verantwortete er Großproduktionen von Klassikern wie „Les Miserables“. Er sei der „Prinz des Theaters für die Massen“ gewesen, schrieb der frühere Präsident des Filmfestivals von Cannes, Gilles Jacob, im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Erste Szenen aus der Amazon-Neuverfilmung des Drogendramas „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ sind jetzt in einem Trailer zu sehen. Hauptdarstellerin Jana McKinnon albert als Christiane F. mit einer Teenager-Clique in einem West-Berliner U-Bahn-Waggon herum und macht in der Szene-Disco „Sound“ Party.

Aber auch das Spritzen von Heroin und das Drogendelirium sind in den gut 40 Sekunden mit Ausschnitten zu sehen. Die Alptraumszenen erinnern an den Look des Danny-Boyle-Films „Trainspotting – Neue Helden“ von 1996. Ab 19. Februar zeigt Amazon Prime Video „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ als Serie.

Aufgrund des dritten Lockdowns bleibt der Kulturbereich weiterhin geschlossen. Zum Jahreswechsel verlagert sich das Geschehen ins Internet. Das Angebot reicht von der Operette „Die Fledermaus“ bis hin zum Komödienklassiker „Sonny Boys“.

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Religion

Papst Franziskus wird wegen einer schmerzhaften Entzündung des Ischiasnerves nicht wie geplant die liturgischen Feiern zum Jahreswechsel leiten. Allerdings werde er das Mittagsgebet am 1. Jänner wie geplant in der Bibliothek des Apostolischen Palastes sprechen, gab das vatikanische Presseamt heute bekannt.

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Dschinn werden oft als Flaschengeister dargestellt, die Wünsche erfüllen. Der bekannteste Dschinn ist wohl der Flaschengeist aus „Aladin und die Wunderlampe“ aus der Märchensammlung „Tausendundeine Nacht“, und seit den Verfilmungen des Stoffs weiß man auch: Es ist ein Er und er ist blau. Damit haben die im Koran erwähnten „Geister“ aber wenig zu tun. Sie werden eher als Wesen einer Parallelwelt beschrieben, die auf das menschliche Leben einwirken können.

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IT

Zeichentrickfilme, Spiele und Videos: Ohne die Browsererweiterung Flash wäre das Internet um die Jahrtausendwende wohl oft viel langweiliger gewesen. Neben Kult und Memes ebnete Flash auch den Weg für die Videoplattform YouTube. Zuletzt fiel die Software von Adobe jedoch vor allem durch Sicherheitsmängel auf. Zum Jahreswechsel wird die Unterstützung für Flash nun endgültig eingestellt – mit unklaren Folgen.

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